Für die AK verdienen die Arbeitnehmer Vorarlbergs mehr Anteil am Erfolg der Unternehmen, für die sie tätig sind. Mithilfe eines Standort-Ratings versucht die AK aufzuzeigen, wo Nachbesserung angezeigt ist und stellt konkrete Forderungen auf - etwa nach einem Mindestlohn von 1700 Euro.
Für AK-Präsident Hubert Hämmerle und AK-Direktor Rainer Keckeis sind die Hauptakteure des Vorarlberger Wirtschaftserfolgs nicht etwa die Unternehmer selbst, sondern die Arbeitnehmer. In ihrem aktuellen Standort-Rating erkennen sowohl Hämmerle als auch Keckeis Handlungsbedarf - vor allem in Sachen Lohn.
So wird einerseits die allgemeine „Lohnzurückhaltung“ kritisiert, andererseits verlangen die Interessensvertreter einen Mindestlohn von 1.700 Euro bei Vollzeit-Jobs.
Preisexplosion am Wohnungsmarkt
Erhöht werden sollte auch das Arbeitslosengeld von derzeit 55 auf 70 Prozent des Gehalts, finden die beiden. Aber auch abseits von Lohnzetteln sehen Keckeis und Hämmerle Handlungsbedarf. So würde etwa die Veranlagung von Unternehmensgewinnen in den Grundstücks- und Immobilienmarkt zu einer Preisexplosion am Wohnungsmarkt führen. Die Auseinanderentwicklung der Löhne und Preise für das Wohnen würden ihr Übriges zum aufgeheizten Wohnungsmarkt beitragen. Deshalb fordert Hämmerle eine Förderung des sozialen Wohnbaus und eine Besteuerung auf Grundstücksumwidmungen.
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