Bilanz der Polizei

Weniger Einbrüche, mehr Probleme mit Schleppern

Burgenland
15.02.2022 18:59
Porträt von Karl Grammer
Porträt von Christian Schulter
Von Karl Grammer und Christian Schulter
86 Einbrüche in Wohnungen, 48 Kfz-Diebstähle, 6069 ausgeforschte Tatverdächtige, davon 37 Prozent keine Österreicher – das sind nur ein paar Eckpunkte der insgesamt 9208 Anzeigen umfassenden Bilanz der Polizei 2021 im Burgenland. Eine immer größer werdende Herausforderung stellt der Kampf gegen Schlepper dar.

Rasant ist die Zunahme bei Schlepper-Delikten. Waren 2019 noch 83 Straftaten zu verzeichnen, so stieg die Zahl ein Jahr später auf 324 an und schnellte 2021 in die Höhe. Konkret geht es um 1602 Delikte, die 17,4 Prozent aller registrierten Fälle ausmachten.

Anstieg der Kriminalität
„Nicht zuletzt deshalb ist ein Anstieg von 15,7 Prozent bei der Gesamtkriminalität zu vermelden. Gleichzeitig senkt die Schlepperei die allgemeine Aufklärungsquote um fast zehn Prozent auf 52,6 Prozent“, erklärt Landespolizeidirektor-Stellvertreter Werner Fasching.

Der jüngste Fall von Schlepperei flog am Grenzübergang Nickelsdorf auf. Dienstag um fünf Uhr Früh kontrollierte die Polizei einen Lkw und den Lenker (43) aus Rumänien. In der Schlafkabine entdeckten die Beamten drei Migranten ohne Papiere. Der Chauffeur wurde festgenommen.

Cyber Crime nimmt zu
Abgesehen von der illegalen Migration nimmt auch die Kriminalität im Internet stark zu. 578 Anzeigen wurden 2020 verbucht, im vergangenen Jahr waren es bereits 903. 40,5 Prozent betrug die Aufklärungsquote.

„Die Betrüger werden immer raffinierter“, warnt der erfahrene Ermittler Norbert Janitsch vom Landeskriminalamt. Bei Gewalt in der Privatsphäre gab es mit 400 angezeigten Delikten einen Anstieg um 21 Prozent.

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