Eines gleich vorweg: In dieser Rechnung fehlen die Kosten für die Analysen, die über die Apotheken laufen, die Kontrollen in den Schulen und alle Tests, die in Betrieben gemacht werden. Da kann man also noch einmal einige Millionen drauflegen, aber die laufen eben nicht über die Landes-Abrechnung. „Ich gehe auch davon aus, dass wir unsere Ausgaben vom Bund refundiert bekommen“, sagt Gerhard Durstberger, Landes-Impf- und Testkoordinator.
Gurgeln kostet viel
Die Kosten können auch aufgeschlüsselt werden. Das PCR-Programm kostete im Vorjahr 72 Millionen Euro. Davon entfielen 42 Millionen Euro auf die behördlichen Analysen, also wenn Oberösterreicher, bei denen ein Infektions-Verdacht vorlag, von der Bezirkshauptmannschaft oder vom Magistrat zur Teststraße geschickt wurden – oder um die Quarantäne früher beenden zu können. 30 Millionen Euro gehen auf das Konto von „Alles gurgelt“ oder „OÖ gurgelt“. Wobei es einen Abrechnungsunterschied gibt: Bei „Alles gurgelt“ wurden die ausgegebenen Tests schon bezahlt, bei „OÖ gurgelt“ wird nur dann Geld überwiesen, wenn das Probenröhrchen auch eingeschickt wird. „Und derzeit ist der Rücklauf bei nur 20 Prozent“, weiß Durstberger.
Revival der Wohnzimmertests
Das Antigen-Programm hat im Vorjahr 100 Millionen € verschlungen. So wurden fast neun Millionen Nasenbohrer-Kits an Haushalte ausgegeben. Und da gibt’s schon Nachschub, der noch nicht eingerechnet ist: Das Land OÖ kaufte heuer, nachdem die Wohnzimmertests wieder als 3-G-Nachweis gelten, sechs Millionen Tests. Drei Millionen wurden an Gemeinden geliefert, 1,5 Millionen sind Nachschub – 40 Gemeinden haben schon gefragt –, eine Million geht über die Wirtschaftskammer an Betriebe und eine halbe Million sind „eiserne Reserve“.
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