„Hamster“ horten

Test-Chaos droht zum Millionengrab zu werden

Vier Millionen Antigentests, die zehn Millionen Euro kosteten, liegen noch in Oberösterreich herum, dazu kommen eine Million „Alles gurgelt“-PCR-Kits. Von „OÖ gurgelt“ wurde bisher auch nur jedes fünfte abgeholte Paket genutzt. Und nächste Woche wird das Test-Chaos mit Anlauf noch um eine Facette reicher.
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Das Tauernklinikum, genauer das dortige Zentrum für Molekulare Diagnostik, mit dem die meisten Apotheker in OÖ einen Vertrag über das Auswerten der PCR-Tests haben, teilte diesen am Freitag schriftlich mit, dass am Montag und Dienstag keine PCR-Tests angenommen werden. Hintergrund dürfte sein, dass dieses Labor seit Montag auch für die Schultests zuständig ist, die diese Woche ja bekanntlich nicht, falsch oder zumindest zu spät ausgewertet wurden.

„Bin derzeit nicht im Büro“
Die „OÖ-Krone“ hat sich um eine Stellungnahme bemüht, bekam auf eine Mail aber nur die Antwort: „Ich bin derzeit nicht im Büro. Ich stehe Ihnen gerne wieder am 17.01.2022 zur Verfügung.“ Bei den Apothekern sieht es deren Präsident Thomas Veitschegger aus Bad Leonfelden schon entspannt: „Für Kunden, die ins Spital oder auf Besuch ins Altersheim wollen, bieten wir Antigentests an. Jene, die eine Flugreise gebucht haben, werden die meisten Kollegen jedoch auf ein Labor verweisen. Einige Apotheken bieten aber eigene PCR-Auswertungen an.“

Krisensitzung mit dem Land
In OÖ sind mehrere Labors für die PCR-Auswertungen zuständig, wie der Impf- und Testkoordinator Gerhard Durstberger weiß: „,Alles gurgelt‘, das bis Ende März noch läuft, weil noch so viele Tests draußen sind, macht Lifebrain, ,OÖ gurgelt‘ und die öffentlichen Teststraßen Novogenia, die Behörden-Tests die Covid-Fighters und die Schultests laufen über eine Anbietergemeinschaft.“ Weil Novogenia – die Firma wird nur für ausgewertete Tests bezahlt – vergangene Woche gewaltig ins Schleudern geraten war und tausende Tests zu spät oder gar nicht ausgewertet wurden, gab’s eine Krisensitzung mit dem Land OÖ. Resultat: Weitere Auswertungsstraßen werden gebaut. LH-Vize Christine Haberlander fordert in einem Schreiben an Gesundheitsminister Mückstein die Anerkennung der Antigen-Wohnzimmertests, um die Labore zu entlasten.

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