Eigene Kontrollore

Bäume werden jährlich auf Herz und Nieren geprüft

Kärnten
06.02.2022 14:10

Kein einziger Baum in der Stadt Villach wird leichtfertig gefällt. Die rund 12.000 „grünen Riesen“ werden alljährlich auf Herz und Nieren geprüft, und zwar von drei zertifizierten Baumkontrolloren. Insgesamt pflegen sie 120 verschiedene Baumarten. Damit wollen die Experten die Bäume so lange wie möglich am Leben erhalten. Notfalls werden Problemfälle sogar übersiedelt.

„Vorrang hat immer, dass wir unsere Bäume so lange wie möglich behalten wollen. Denn ein Jungbaum kann die klimaaktiven Leistungen eines Altbaumes niemals ersetzen“, erklärt die zuständige Referentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner. Dabei müsse auf die speziellen Lebensbedingungen in der Stadt geachtet werden.

Die 12.000 Bäume, die in Parks und entlang der Straßen zu finden sind, werden alljährlich einem Sicherheitscheck unterzogen. „Unsere drei Experten prüfen die Juwele sozusagen auf Herz und Nieren“, sagt Stadtgrün-Chef Wolfgang Faller. Einer der Baumexperten ist Lucas Preschern (28): „Ich sehe mir die Vitalität des Baumes an, achte auf Wunden, Fäulnis und tote Äste.“ In der Regel könne ein Schnitt an der Baumkrone die Sicherheit wiederherstellen.

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Unsere drei Experten prüfen die Juwele sozusagen auf Herz und Nieren.

Stadtgrün-Chef Wolfgang Faller

Auch ein Zugversuch oder eine Schalltomografie - wobei in das Innere des Baumes geblickt werden kann - zeigen, ob eine Rettung möglich ist. „Mit diesen Methoden konnten wir im Vorjahr 103 Bäume retten. In kritischen Situationen - wie fehlende Standsicherheit - müssen wir den Baum entfernen“, so Faller. Wird ein Baum geschlägert, werden je nach Möglichkeit ein bis drei als Ersatz gepflanzt.

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