Nicht erst einmal hatte ich auf der Autobahn beim Überholen eines Lkw ein Schreckerlebnis, als dieser exakt in diesem Moment auf meine Seite ausscherte. Auch wenn sofort korrigiert wurde - das ungute Gefühl blieb. Meist sind es osteuropäische Lenker, die völlig übermüdet und unter Zeitdruck stehend die Ware von A nach B karren müssen. Generell tun mir Lkw-Fahrer leid. Einst als „Kapitäne der Straße“ tituliert, werden heutzutage viele - vor allem aus dem Ostblock stammende Fahrer - ausgebeutet wie Sklaven.
„Wenn 40-Tonner außer Kontrolle gerät, mäht er alles nieder“
Kalt über den Rücken läuft es mir, wenn es zu einem Lkw-Unfall kommt, dieser etwa ungebremst in bzw. durch die Leitschienen kracht und es dann heißt, dass die Alkoholprobe beim Lenker positiv war. Ich bin dann immer heilfroh, nicht zur falschen Zeit am falschen Ort unterwegs gewesen zu sein, denn wenn so ein 40-Tonner außer Kontrolle gerät, mäht er alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Dass Lkw-Lenker „arme Hunde“ sind, ist die eine Sache. Das rechtfertigt aber nicht, dass sie betrunken und übermüdet durch die Gegend kurven.
Wahrscheinlich ist die Dunkelziffer jener Fahrer, die mehr als die erlaubten 0,1 Promille intus haben, groß. Umso unverständlicher ist, dass bei den Lkw-Kontrollstellen in Kundl und Radfeld nicht viel intensiver Alko-Kontrollen durchgeführt werden. Das würde sich rasch herumsprechen, den einen oder anderen vielleicht davon abhalten, betrunken durch Tirol zu fahren und so die Sicherheit auf der Straße erhöhen.
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