Genesung in Türkei

Auslands-Lücke im Grünen Pass ist nicht hinnehmbar

Oberösterreich
29.01.2022 08:00
„Dass im Ausland durchgemachte Erkrankungen und daraus folgende Genesungen keinerlei Geltung im Grünen Pass entfalten können, ist so nicht hinnehmbar“, ersucht der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) Minister Mückstein um eine dringende Lösung.

„Krone“-Leser kennen den Anlassfall für Ramls Brief an den Gesundheitsminister: Das zweifach geimpfte Linzer Ehepaar Anita und Werner Neubauer fing sich im Türkei-Weihnachtsurlaub das Corona-Virus ein, konnte sich dort fünf Tage später aus der Quarantäne freitesten. Die amtlich bestätigten türkischen Laborergebnisse werden aber daheim nicht als Genesungszertifikat anerkannt. Aber Boostern sollen sie sich aus medizinischen Gründen erst nach vier Monaten lassen. Fazit: Ab 1. Februar stehen die beiden Genesenen ohne gültigen 2-G-Nachweis da.

Massive Einschränkungen für Betroffene
„Das wird bundesweit viele Menschen betreffen“, meint Raml und hat daher - mit dem „Krone“-Artikel über die Neubauers als Beilage - an den Minister geschrieben: „Die Betroffenen werden aufgrund von bürokratischen Undurchsichtigkeiten entgegen den medizinischen bzw. gesundheitlichen Gegebenheiten massiv eingeschränkt“, so Raml.

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