Planbarkeit und Sicherheit bei den Unternehmen können nur durch Entlastungen geschaffen werden, wie Dominik Jenewein, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol, erklärte. Die Jungunternehmer sehen sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert.
„Ich werde mich in den kommenden zwei Jahren für die Tiroler Jungunternehmer einsetzen“, ist sich Dominik Jenewein sicher. „Tirol als Wirtschaftsstandort so unternehmerfreundlich wie möglich zu gestalten, das wird meine Aufgabe für die kommende Zeit.“ Dabei stehen einige Herausforderungen für das Jahr 2022 an.
Steigende Preise und Probleme bei Lieferketten
Die Hauptprobleme sieht er vor allem in den Lieferkettenschwierigkeiten, den steigenden Rohstoffpreisen und den bürokratischen Hürden. Diese hätten zwar auch positive Aspekte, wie die Rechtssicherheit, allerdings sei es für mutige Jungunternehmer bis zur Unternehmensgründung oftmals ein bürokratischer Hürdenlauf. „Hinzu kommen steigende Rohstoffpreise gepaart mit Lieferkettenproblemen. Ich selbst habe ein Holzindustrieunternehmen, wir bauen Möbel. Wenn wir zum Beispiel eine Küche samt Geräten verkaufen, gestaltet sich die Holzbeschaffung als überaus schwierig.“ Weiters werde man sich für eine echte Mitarbeiterbeteiligung und Start-Ups einsetzen.
Zukunftsthemen muss man rascher in Angriff nehmen
„Von der Bundesregierung erwarten wir uns, dass an verschiedensten Bereichen gearbeitet wird - vom Gesundheitssystem über Steuern, Klimaschutz, Bildung und Pensionen!“, fordert Jenewein. „Gerade was die Arbeitskräfte bis 2030 betrifft, müssen wir uns einer enormen Pensionierungswelle stellen. Es sind dann um fünf Prozent weniger Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt verfügbar, gleichzeitig müssen wir aber für mehr Pensionen aufkommen.“
Momentan sind wir Unternehmer bei der Lohnverrechnung für die Zuteilung der Abgaben an Krankenkassen und Finanzamt sowie für die Kommunalsteuer zuständig. Dabei wäre das eigentlich die Aufgabe des Staates.
Dominik Jenewein, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft in der WK Tirol
Als weitere Baustellen für die Zukunft identifiziere man etwa das Senken der Lohnnebenkosten und den Aufwand bei der Lohnsteuer. Dieser sei ein absoluter Wahnsinn, was Jenewein auch in seinem eigenen Unternehmen spüre: „Momentan sind wir Unternehmer bei der Lohnverrechnung für die Zuteilung der Abgaben an Krankenkassen und Finanzamt sowie für die Kommunalsteuer zuständig. Dabei wäre das eigentlich die Aufgabe des Staates.“
Vanessa Holer, Kronen Zeitung
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