29.01.2022 12:00 |

Boom bei Gründungen

Am Tiroler Markt mischen 3307 Neo-Unternehmen mit

Der Drang der Tiroler in die Selbstständigkeit ist trotz Krise ungebrochen - bei den Neugründungen gab es sogar zum wiederholten Mal ein Plus im Vergleich zum Vorjahr. Die Stimmung unter den Jungunternehmern ist angesichts der Krise allerdings schlecht.

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Die Erwartungen weit übertroffen hat die Zahl der Tiroler Neugründungen im vergangenen Jahr. 3307 Unternehmen wurden 2021 aus der Taufe gehoben – ein Plus von 12,2 Prozent zum Jahr davor. Diese Steigerung ist nicht etwa darauf zurückzuführen, dass 2020 von der Pandemie getroffen wurde – im Gegenteil. Auch im ersten Coronajahr sei bereits ein Plus bei den Neugründungen verzeichnet worden, wie Dominik Jenewein, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol, betonte.

In der Krise biete die Digitalisierung Raum für neue Geschäftsmodelle und -ideen. „So werden auch künftig Themen wie Umwelt, Klima und Digitalisierung immer weiter ins Zentrum rücken – und damit auch Neugründer als Lösungsanbieter fordern“, ist Jenewein überzeugt.

Zwei Drittel der Betriebe erleben ihr fünftes Jahr
Die Hauptgründe, sich selbstständig zu machen, sind unverändert: Ganz oben steht der Wunsch, sein eigener Chef zu sein und eigene Verantwortung zu tragen. Auch flexible Zeit- und Lebensgestaltung sind wesentliche Motive. Den Schritt in die Selbstständigkeit wagen Tiroler im Schnitt mit 37,8 Jahren. Knapp 31 Prozent der Neugründer sind zwischen 30 und 39 Jahre alt. Deren Erfolgsquote ist beträchtlich: Rund zwei Drittel sind nach fünf Jahren immer noch am Markt. „Damit liegen wir im europäischen Spitzenfeld“, zeigt sich Jenewein erfreut.

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Tirols Gründerinnen und Gründer stürzen sich nicht unvorbereitet in die Selbstständigkeit. Sie sammeln Praxiserfahrung im Beruf, wie das Durchschnittsalter zeigt. Der hohe Frauenanteil zeigt, dass die Tiroler Wirtschaft immer weiblicher wird.

Dominik Jenewein, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft in der WK Tirol

Knapp die Hälfte der neuen Unternehmen in Tirol wurden 2021 von Frauen gestartet. Die meisten Neo-Betriebe, insgesamt 1496, eröffneten im vergangenen Jahr in der Sparte Gewerbe und Handwerk. Dahinter rangieren auf den Plätzen zwei und drei die Sparten Handel sowie Information und Consulting.

Schlechte Stimmung unter den Jungunternehmern
Während sich die Gründerdynamik überraschend krisenresistent zeigt, ist die Stimmung unter den Jungunternehmern schlecht. Sie schauen eher pessimistisch auf die Wirtschaftslage, vor allem im Hinblick auf die Kostensituation: Zwei Drittel rechnen mit einer Steigerung der Verkaufspreise in Folge der erhöhten Kosten. Daraus resultierend geht man auch von einer schlechteren Ertragslage aus – fast die Hälfte geht davon aus, dass sie sich verschlechtert. Auf die Unternehmer kommen in naher Zukunft einigen Herausforderungen zu.

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