An Unternehmergeist mangelt es den Niederösterreichern offenbar nicht. Und den Niederösterreicherinnen ebenso wenig. Immerhin wagten sich im vergangenen Jahr trotz Pandemie 6699 Menschen an den Aufbau eines eigenen Unternehmens. Das waren um über 300 mehr als im Jahr davor. Und mehr als 47 Prozent der Neugründungen sind in Frauenhand. „So viele Jungunternehmerinnen gab es noch nie“, ist Wolfgang Ecker, Präsident der NÖ-Wirtschaftskammer, über diesem Rekordwert erfreut.
Der Unternehmergeist in Niederösterreich ist ungebrochen, auch in wirtschaftlich so herausfordernden Zeiten.
Wolfgang Ecker, Präsident der WKNÖ
Digitalisierung wird immer wichtiger
Bei den Branchen, in welche die frischgebackenen Wirtschaftstreibenden einsteigen, steht mit sieben Prozent der Direktvertrieb an erster Stelle. Dahinter folgen Unternehmensberatung, Buchhaltung sowie Informationstechnologie. „Digitale Geschäftsmodelle gewinnen an Bedeutung“, betont Landesrat Jochen Danninger.
Dass die Gründerzahlen steigen, zeigt mir, dass wir in Niederösterreich den Betrieben die richtigen Voraussetzungen bieten.
Jochen Danninger, Wirtschaftslandesrat
Viele wollen ihr eigener Chef sein
Die Motive für die Selbstständigkeit führt die flexible Zeit- und Lebensgestaltung mit 67,9 Prozent an. 65,4 Prozent der Gründer ziehen es vor, ihr eigener Chef sein. Und mehr als 63 Prozent wollen die Verantwortung, die sie schon als Angestellte zu tragen hatten, lieber in die eigene Firma einbringen. Höher als im Bundesschnitt ist die „Lebenserwartung“ der neuen Betriebe. Mehr als 68 Prozent überstehen die ersten fünf Jahre, österreichweit sind es um zwei Prozent weniger.
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