13.01.2022 07:04 |

Maßnahmengegner

Gericht entzog ungeimpftem Vater das Sorgerecht

In der kanadischen Provinz Quebec hat ein Gericht einem impfskeptischen Vater vorübergehend das Sorgerecht für seinen Sohn entzogen. In der Entscheidung vom 23. Dezember heißt es, dass es nicht im „besten Interesse“ des Kindes sei, „Kontakt zu seinem Vater zu haben, wenn dieser nicht geimpft ist und sich in der aktuellen epidemiologischen Situation gegen Gesundheitsmaßnahmen ausspricht“.

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Der Vater hatte ursprünglich beantragt, sein Sorgerecht für den Zwölfjährigen über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel zu verlängern. Der Richter hob jedoch alle seine Rechte bis Februar auf, es sei denn, er entscheidet sich doch noch für eine Impfung.

„Schutz des Kindes nicht gewährleistet“
Äußerungen des Vaters auf Internetplattformen zeigten, „dass er sich offenbar gegen Impfungen und Gesundheitsmaßnahmen ausspricht“, stellte der Richter fest. Der Schutz des Kindes vor dem Coronavirus sei daher auch angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante nicht gewährleistet.

Außerdem wohnt die Mutter mit ihrem Ehepartner und ihren beiden anderen Kindern im Alter von sieben Monaten und vier Jahren zusammen, die nicht geimpft sind, da die Impfung in Kanada erst ab fünf Jahren möglich ist. „Unter diesen Umständen ist es nicht im Interesse eines der drei Kinder“, dass der Vater das zwölfjährige Kind „zum jetzigen Zeitpunkt“ sehen kann, betonte der Richter.

Kanada geht hart gegen Impfverweigerer vor
Quebec verzeichnet seit mehreren Wochen einen starken Anstieg der Ansteckungen und Krankenhauseinweisungen aufgrund der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante. Mehr als 90 Prozent der Erwachsenen in Quebec sind geimpft. Die französischsprachige Provinz hat beschlossen, härter gegen Impfverweigerer vorzugehen und in Kürze eine neue Steuer einzuführen, die nur für ungeimpfte Personen gilt. Ungeimpfte sind in der Provinz zudem aus Geschäften für Alkohol und Cannabis verbannt.

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