12.01.2022 08:24 |

Zehn Tage „gefangen“

Nach Corona-Tortur in Kitz: „Wir sind wieder frei“

Gute Nachrichten aus der Tiroler Gamsstadt Kitzbühel. Jene Urlauberfamilie, die verzweifelt versucht hatte, sich freizutesten, wurde nun aus der Quarantäne entlassen. Nach schier unzähligen Anrufen bei den Hotlines des Landes, die nicht entgegengenommen wurden, klappte es schließlich über die 1450. Doch die Odyssee war damit noch nicht vorbei ...

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Die Familie, die sich am Samstag mit den verzweifelten Worten „Wir sind gefangen in Kitzbühel“ bei der „Krone“ meldete, ist mittlerweile wieder frei. Wie berichtet, waren Vater, Mutter und Tochter am 2. Jänner im Zuge ihres Urlaubs in einem Ferienhaus trotz Impfung am Coronavirus erkrankt. Die Symptome verschwanden zum Glück bald, am vergangenen Freitag starteten sie den Versuch des Freitestens.

Anfangs ein Ding der Unmöglichkeit. Laut dem Vater waren die Hotlines des Landes überlastet. „Wir versuchten es ununterbrochen“, schilderte er.

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Dass man fünf Tage für das Freitesten benötigt, ist eine bodenlose Frechheit und Beweis für das katastrophale Pandemiemanagement in Tirol.

Der Familienvater

„Durch Zufall bekamen wir über 1450 einen Termin“
Nun meldete sich der Mann erneut: „Am Samstagnachmittag versuchten wir es über die Hotline 1450 und hatten Glück. Eine Mitarbeiterin hatte Erbarmen und organisierte uns ausnahmsweise einen Testtermin“, schildert er. Doch auch diese Prozedur war in weiterer Folge eine Sisyphusarbeit: „Wir mussten weitere fünf Mal anrufen, bis wir endlich einen QR-Code für die Anmeldung übermittelt bekamen.“ Am Abend machten sie sich auf zum langersehnten Test.

Probe der Tochter verloren
Doch dann kam die nächste Hiobsbotschaft. Am Montagmorgen war das Testergebnis der Tochter immer noch nicht da. „Wir riefen freilich sofort an und fragten nach. Es hieß, dass die Probe verloren gegangen sei“, ärgert sich der Vater.

Am Montagabend musste sich die Tochter erneut einem Test unterziehen. Dienstag in der Früh dann die Erlösung: „Der Test war negativ. Wir sind endlich wieder frei“, sagt der Familienvater erleichtert. Natürlich bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

Denn dass man fünf Tage für das Freitesten benötige, sei „eine bodenlose Frechheit und Beweis für das katastrophale Pandemiemanagement in Tirol“, so der Mann abschließend, der auch versuchte, sich bei LH Günther Platter zu beschweren. Diesen bekam er jedoch nicht zu sprechen.

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