Freitesten unmöglich

Urlauberfamilie: „Wir sind in Kitzbühel gefangen“

Tirol
09.01.2022 07:55

Eine Urlauber-Familie sitzt derzeit in der Tiroler Gamsstadt Kitzbühel fest. Trotz Impfung infizierten sich Vater, Mutter und Tochter mit dem Coronavirus. Seit Freitag versuchen sie verzweifelt sich freizutesten, da sie seit fünf Tagen keine Symptome haben. Wegen der überlasteten Hotlines jedoch vergebens. 

„Wir sind gefangen in Kitzbühel.“ Mit diesen verzweifelten Worten meldete sich am Samstag ein Familienvater (Name der Redaktion bekannt), der mit Frau und Tochter über Weihnachten und Neujahr in einem Ferienhaus weilte, bei der „Tiroler Krone“. Am vergangenen Sonntag verspürten sie alle leichte Covid-Symptome. „Wir waren alle entweder geboostert oder doppelt geimpft und wieder genesen“, schildert der Mann weiter.

Die Familie hatte Glück: Die Symptome hielten nicht lange an. Nun versuchen sie sich seit Freitag freizutesten. Eine Herkulesaufgabe, wie der Vater betont.

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Nach zwei Stunden wird die Warteposition dann einstellig und nur kurz darauf wird man aus der Hotline geworfen.

Der Familienvater

„Versuchen es mit allen Handys ununterbrochen“
Ein Durchkommen bei den Hotlines des Landes (0512/5089699 bzw. 0800/808030), um einen Termin für einen Test raus aus der Quarantäne zu bekommen, ist für die Familie nämlich schier ein Ding der Unmöglichkeit. „Wir versuchen es mit allen Handys ununterbrochen. Am Anfang teilt einem eine Tonbandaufnahme mit, dass man sich auf einer hohen zweistelligen Warteposition befindet. Nach zwei Stunden wird diese dann einstellig und nur kurz darauf wird man aus der Hotline geworfen“, ärgert sich der Mann.

(Bild: stock.adobe.com)

„Werde meinen Anwalt einschalten“
Was das „Fass zum Überlaufen bringt“: „Wir haben es bei den Hotlines in allen anderen Bundesländern ebenfalls probiert. Dort kamen wir problemlos durch. Nur in Tirol klappt es nicht“, verdeutlicht der Vater und schüttelt den Kopf. Aufgrund dieser Ärgernisse wird der Mann nun seinen Anwalt einschalten, kündigt er abschließend an. „Meine Tochter sollte am Montag wieder studieren gehen und ich in die Arbeit. Das können wir jetzt vergessen.“

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Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

Aufzeichnung der Hotline

Hotlines des Landes überlastet
Die „Tiroler Krone“ machte daraufhin den Selbsttest und rief bei beiden Hotlines öfters an. Bei der ersten Hotline erklärte eine aufgenommene Männerstimme, dass „derzeit alle Arbeitsplätze belegt sind. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal“. Eine Wartenummer wurde gar nicht erst vergeben, sondern das Gespräch automatisch beendet.

Selbiges bei der anderen Hotline. Dort teilte eine Frauenstimme mit, man solle „in einigen Minuten bitte wieder anrufen“.

Offenbar ist das Land aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen derzeit komplett überfordert, sind die Mitarbeiter der Hotlines an ihren Grenzen angelangt.

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