11.01.2022 08:00 |

Bürgermeister dagegen

Erste Flüchtlinge in Klagenfurter Sirius-Halle

Trotz der Proteste aus Kärnten hat der Bund am Montag seine Ankündigung wahr gemacht und die ersten Flüchtlinge nach Klagenfurt verlegt. Die 30 Asylwerber wurden in der Sirius-Halle einquartiert, wo ja vor mehreren Jahren bereits ein Flüchtlingszentrum eingerichtet war. Nun sind es ausschließlich Männer, die aus anderen Lagern verlegt wurden. Bis Ende der Woche sollen es 150 sein.

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„Wir haben keine Zielbelegung, der Personenstand in der Halle wird sich ständig ändern“, sagt Thomas Fussenegger, Sprecher der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungseinrichtungen (BBU), die für das Innenministerium die Quartiere managt - und in Kärnten noch per Inserat Mitarbeiter sucht.

Der Job zur Flüchtlingsbetreuung in Klagenfurt ist für ausgebildete Sozialarbeiter ausgeschrieben. Sollte es zur Vollbelegung mit 450 Asylwerbern kommen, wären 22 Mitarbeiter nötig, dazu fünf Sicherheitskräfte.

Bürgermeister Scheider protestiert
In Klagenfurt ist der Ärger über das überfallsartige Vorgehen des Bundes, der die Pläne erst vergangenen Freitag mitgeteilt hatte, weiter groß. Bürgermeister Christian Scheider sorgt sich um die sensible gesundheitliche Lage. Die Flüchtlinge mussten vor ihrer Überstellung zwar einen PCR-Test machen, unterliegen hier aber keiner ständigen Testpflicht, solange keine Probleme auftreten. Scheider forderte das Land noch einmal auf, entschieden gegen die ungerechte Verteilung unter den Bundesländern vorzugehen. Eine entsprechende Protestnote sei nach Auskunft aus dem Büro von LH Peter Kaiser schon Freitag rausgegangen.

Gernot Kurz
Gernot Kurz
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