10.01.2022 23:06 |

Geld kennt keine Krise

Krise?!? Rekordabsatz für Bentley und Rolls-Royce

So ist das wohl generell in Krisen: Des einen Leid ist des anderen Freud, verlieren die einen, gewinnen die anderen. Oder anders ausgedrückt: Kohle kennt keine Krise. Jedenfalls hat die Luxusmarke Rolls-Royce im abgelaufenen Jahr so viele Autos verkauft wie nie zuvor in ihrer 117-jährigen Geschichte. Und Bentley noch mal weit mehr als doppelt so viele …

Die noble BMW-Tochter hat 5586 Fahrzeuge an die besonders zahlungskräftige Kundschaft übergeben. Deren Vermögen kann man sicher so beschreiben, wie Rolls-Royce das früher bei der Leistung der Fahrzeuge beschrieben hat: genug. Besser noch: mehr als genug. Vor allem der Ghost und das SUV Cullinan waren die Renner.

Wir gönnen jedem das Vergnügen, sich mit britischen Luxus auf Watte packen zu lassen, und Neid hilft auch niemandem weiter aber die Diskrepanz ist schon auffällig. Zwar schauen die Beschäftigungszahlen in Österreich trotz Corona-Krise gut aus, viele Selbstständige haben es aber ganz und gar nicht leicht, viele haben ihre Existenz verloren.

In diesem Jahr wird Rolls-Royce sein Werk langsam auf die Produktion des Spectre vorbereiten. Das erste reine Elektroauto der britischen Nobelmarke soll im letzten Quartal nächsten Jahres auf den Markt kommen. In diesem September sollen außerdem 37 Auszubildende eingestellt werden, auch das sind so viele wie noch nie.

Ein Drittel plus für Bentley
Bentley war einst der große Konkurrent von Rolls-Royce, ist mittlerweile aber nicht mehr so abgehoben luxuriös wie die Marke aus Goodwood, West Sussex. Die Volkswagen-Tochter hat im vergangenen Jahr weltweit 14.659 Fahrzeuge abgesetzt. Das sind 31 Prozent mehr als 2020. 40 Prozent der Verkäufe entfallen auf das SUV Bentayga, während sich jeder dritte Käufer für den Continental GT entscheidet. Die restlichen 27 Prozent entfallen auf den Flying Spur. Hauptabsatzmarkt sind die USA knapp vor China. Beide Länder stehen für 57 Prozent des Gesamtabsatzes.

Die Auftragsbücher bei Rolls-Royce sind bis Herbst 2022 voll. Ein Ende des Luxusaufschwungs ist also vorerst nicht zu erwarten - da kann man wohl eine Gemeinsamkeit mit der Pandemie herauslesen.

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