04.01.2022 08:00 |

Tierischer Einsatz

Hündin „Ayla“ steckte in einer Felsspalte fest

Die Tierbesitzerin in Tirol hatte die Hoffnung für ihre „Ayla“ fast schon aufgegeben, die Bergrettung Kramsach und Umgebung sowie Polizisten aus Kramsach machten jedoch das schier Unmögliche möglich: Sie befreiten die Schäferhündin aus einer Felsspalte, in der sie auf dem Rücken liegend feststeckte!

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Es handelte sich um einen – im wahrsten Sinn des Wortes – verzwickten Fall, zu dem die Leitstelle Tirol die Bergrettung am Sonntagmittag verständigte. Im Hagauer Wald zwischen Kramsach und Münster war „Ayla“ in eine rund eineinhalb Meter tiefe Felsspalte gerutscht und hatte sich darin verkeilt.

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Wir kamen leider nicht richtig an "Ayla" heran, die – Beine nach oben – gefangen in der Spalte lag.

Judith Kirchner, Einsatzleiterin Bergrettung Kramsach und Umgebung

„Ayla drohte noch tiefer in der Spalte zu versinken, die verzweifelte Tierbesitzerin versuchte ihren Liebling mit Hilfe der Leine davor zu bewahren“, schildert Judith Kirchner, Einsatzleiterin der Bergrettung Kramsach und Umgebung. Mit zwei Kollegen und zwei Beamten der PI Kramsach war sie kurz vor 12 Uhr zu dem Unglücksort wenige Meter neben einem viel begangenen Forstweg ausgerückt.

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"Ayla" hat sich während der gesamten Rettungsaktion immer brav verhalten. Sie hat wohl gespürt, dass wir ihr nur helfen wollen.

Judith Kirchner, Einsatzleiterin Bergrettung Kramsach und Umgebung

„Wir kamen leider nicht richtig an Ayla heran, die – Beine nach oben – gefangen in der Spalte lag“, schildert Bergretterin Kirchner. Hauptaufgabe war es zunächst, das dreieinhalbjährige Tier umzudrehen. Dazu schoben die Einsatzkräfte Seile und eine Rettungsdecke unter die Hündin, die die dünne Decke mit ihren Krallen allerdings zerstörte.

Ayla wurde erfolgreich „umgedreht“
Nach diesem gescheiterten Versuch nahm man einen neuen Anlauf. Mit einer Bandschlinge wurden die Vorderbeine fixiert, ein Bergretter zog das Tier dann von oben, ein anderer schob es von unten. Jetzt glückte die „Operation“, „Ayla“ stand wieder auf den Beinen - aber immer noch in der Spalte!

Ein Brett, das sich die Bergretter von einem Bienenhäuschen ausliehen, diente schließlich als Ausstiegshilfe für die Hündin. Nach einer Stunde schaffte sie es eigenständig zurück an die Oberfläche – ganz offensichtlich unverletzt! Ende gut, alles gut: Das prächtige Tier konnte schließlich mit seinem überglücklichen Frauchen selbst nach Hause spazieren.

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