03.01.2022 08:01 |

Viele Absagen

Nur wenig Hoffnung für die diesjährige Ballsaison

Es hat sich ausgetanzt, noch bevor die Ballsaison richtig in Schwung gekommen ist. Viele Feuerwehren, Institutionen und auch Schulen haben ihre Bälle bereits abgesagt oder warten derzeit zu, wie sich die Lage weiter entwickelt. Die Folge sind finanzielle Einbußen.

„Leider müssen wir aufgrund der aktuellen Entwicklungen und Prognosen erneut unseren Feuerwehrball absagen“, teilte die Feuerwehr Frauenkirchen kürzlich mit. Sie ist damit nicht allein. Schon im Herbst hat etwa die Feuerwehr Eisenstadt - ebenfalls aufgrund der steigenden Infektionszahlen - die rauschende Ballnacht ad acta gelegt. „Es war am Ende die richtige Entscheidung“, meint Philipp Dorner, Sprecher der Stadtfeuerwehr.

Absage bringt Einbußen
Mit dem Feuerwehrball wird traditionell die Ballsaison in der Landeshauptstadt eröffnet. Jetzt wird gehofft, dass sich die Corona-Lage bis Mai (Tag der Feuerwehr) wieder beruhigt. Für größere Wehren ist eine Absage verkraftbar, bei den kleineren bedeutet dies jedoch finanzielle Einbußen. Denn diese sind stärker auf die Einnahmen durch Veranstaltungen angewiesen.

Maturabälle in Warteposition
In der Warteschleife befinden sich noch Maturabälle im Südburgenland, wie Harald Kahr, Generalpächter des Messezentrums Oberwart berichtet. Im Messezentrum werden üblicherweise viele Bälle gefeiert. Man stehe in Kontakt mit den Schulen und werde sich am 10. Jänner wieder zusammensetzen, erklärt Kahr: „Es ist sehr mühsam.“ Veranstaltungen dieser Größe bräuchten schließlich eine entsprechende Vorlaufzeit. 1000 bis 2500 Gäste sind bei Maturabällen üblich. Hinzu kommt, dass die Schüler oftmals auch eine Disco haben wollen.

Bälle in September verschoben
Manche Schulen hätten deswegen ihre nächsten Bälle bereits für September geplant, um nicht Gefahr zu laufen, von einem Lockdown überrascht zu werden. Die ecole in Güssing hat sich nun überhaupt für einen Termin im Juni entschieden. „Wir hoffen, dass es wieder besser wird. Derzeit hängen wir in der Luft“, sagt Kahr.

Hohes Risiko durch Corona
Landesweit seien schon einige Bälle abgesagt worden, berichtet Franz Perner, Spartengeschäftsführer für Tourismus und Freizeitwirtschaft. Manche - vor allem Ortsbälle - würden noch abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Was viele schreckt, ist das Risiko. Derartige Veranstaltungen brauchen eine bestimmte Vorlaufzeit. Wenn dann innerhalb von wenigen Tagen - wie vor Silvester - überraschenderweise neue Regeln verkündet werden, besteht die Gefahr, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Dabei seien die Bälle gerade in der ruhigen Zeit zu Jahresbeginn wichtige Umsatzbringer, so Perner. 

 Burgenland-Krone
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