Warum uns ein hartes Jahr wie 2021 so deutlich zeigt, dass es trotzdem oder gerade deshalb immer einen Grund zum Freuen gibt. „Die kleine Botin“ aka Daniela Gaigg schreibt als Kolumnistin über Themen rund um das Leben mit der Familie. Das sind Nachhaltigkeit im Alltag, Selbstfürsorge und Gedankenanstöße für Eltern.
Der Kalender knallt es mir täglich beinhart hin. Noch 4 - 3 - 2, noch 1 Tag bis Weihnachten! Was habe ich mich als Kind gefreut, bis es endlich so weit war. Und jetzt? Weihnachtsstimmung null von zehn möglichen Punkten! Dabei gäbe es genug zu feiern und wofür es sich täglich lohnt aufzustehen und mit vollem Einsatz zu leben. Ich habe heuer alle Geschütze aufgefahren, und die Wohnung glitzert und strahlt wie noch in keinem Advent davor. Das milde Licht der Kerzen und die zarten Punkte der Lichterketten sind so etwas wie mein Weichzeichner für den Alltag. Leider ist das mit den Filtern und Retuschen so eine Sache: Ganz vermögen sie die Hässlichkeit dann doch nicht zu überdecken.
Aber ja, ich verbringe Weihnachten im Kreis meiner Liebsten und Freunde und bin dankbar für menschliche Werte, die mir diese Zeit besinnlich machen.
Nun ist also heute der 24. Dezember, und ich brauche dringend etwas, das mich in Weihnachtsstimmung bringt. Bevor ich zum Eierlikör greife, versuche ich es mit Achtsamkeit. Ich höre einen Moment in mich hinein, was es genau JETZT sein könnte, das mich trägt und hält. Ich stehe kurz mit geschlossenen Augen da und warte. Ja, es sind die vielen kleinen Momente, das Lachen der Kinder, das Gefühl der Geborgenheit, die Gespräche und die Gefühle, die wir teilen. Das Jahr war anstrengend und fordernd, aber auf seine Art auch schön. Ich öffne die Augen und erfreue mich am Lichterglanz.








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