22.12.2021 12:31 |

Nach Krisenjahr

Nationalbank hebt BIP-Prognose deutlich an

Die Österreichische Nationalbank hat ihre Prognose für das rot-weiß-rote Wirtschaftswachstum deutlich nach oben korrigiert. Heuer soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut der Schätzung um real 4,9 Prozent wachsen, im Juni rechnete die Nationalbank nur mit 3,9 Prozent. Zum Vergleich: Zuletzt hatten das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und das Institut für Höhere Studien (IHS) ein BIP-Plus für heuer von 4,1 bzw. 4,3 Prozent und die OECD von 3,7 Prozent prognostiziert.

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Im Corona-Krisenjahr 2020 war die heimische Wirtschaftsleistung um 6,8 Prozent eingebrochen. Mit dem Auslaufen der negativen Effekte der vierten Covid-19-Welle und der Auflösung der globalen Lieferengpässe werde sich die Wirtschaft in Österreich wieder rasch erholen und im kommenden Jahr um 4,3 Prozent wachsen, so die Nationalbank am Mittwoch. IHS und Wifo rechnen mit einem BIP-Plus im Jahr 2022 von 4,2 bzw. 5,2 Prozent. Für 2023 und 2024 erwartet die OeNB ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent bzw. 1,8 Prozent.

Aber auch die Inflationsrate wird steigen. Im kommenden Jahr werde diese aufgrund der Energiepreise, der Einführung der CO2-Steuer per 1. Juli sowie Teuerungen bei nichtenergetischen Rohstoffen auf 3,2 Prozent klettern. Für die Jahre 2023 und 2024 rechnet die Nationalbank mit einem Rückgang der Inflation auf 2,3 Prozent und zwei Prozent.

Entspannung am Arbeitsmarkt und bei Staatsschulden
Bei den öffentlichen Schulden und den Arbeitslosenzahlen soll es in den kommenden Jahren eine Entspannung geben. Die Staatsschuldenquote werde vom historischen Höchststand von 83,2 Prozent des BIP im Jahr 2020 bis zum Jahr 2024 auf 75,5 Prozent des BIP sinken, geht aus der OeNB-Prognose hervor. Die Arbeitslosenquote laut AMS werde von heuer 10,1 Prozent bis zum Jahr 2024 auf sechs Prozent sinken.

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