15.12.2021 11:42 |

Corona und Inflation

Einkommensschwache Haushalte erhalten 150 Euro

Mit einer Einmalzahlung von 150 Euro will die Bundesregierung einkommensschwachen Haushalten nun unter die Arme greifen. Wie die Klubobleute August Wöginger (ÖVP) und Sigrid Maurer (Grüne) am Mittwoch mitteilten, will man so Bedürftigen angesichts der allgemeinen Teuerung aufgrund der gestiegenen Inflation helfen. Unter anderem sollen Arbeitslose, Pensionisten und Studierende zum Zug kommen.

4,3 Prozent hatte die Inflation im November dieses Jahres betragen - der höchste Wert seit 20 Jahren. Die Wirtschaft erholt sich angesichts der Corona-Pandemie noch langsam, nach wie vor sind 372.109 Menschen ohne Job. Besonders im Winter bekommen Menschen mit geringem Einkommen die gestiegenen Kosten zu spüren, zumal nun auch Gas und Strom teurer werden dürften.

150 Euro für einkommensschwache Haushalte
Die Regierung will nun mit 150 Euro einkommensschwachen Haushalten unter die Arme greifen. Der sogenannte Teuerungsausgleich soll in Form einer Einmalzahlung erfolgen, erhalten sollen den diese Zahlung Bezieher von Arbeitslosengeld, Mindestsicherung oder Notstandshilfe, aber auch Pensionisten und Studierende mit Stipendium oder Studienbeihilfe, wie ÖVP-Klubobmann August Wöginger und Grünen-Klubchefin Sigrid Maurer am Mittwoch bekannt gaben. 

Die Einmalzahlung soll bereits im ersten Quartal 2022 abgewickelt werden - und zwar an alle, die im November und Dezember 2021 mindestens 30 Tage lang Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen haben. Die Koalition rechnet mit rund 370.000 Empfängern aus dieser Gruppe. Für Bezieher der Mindestsicherung wird der Stichtag erst festgelegt, in Summe dürfte es sich laut Türkis-Grün um 150.000 Haushalte in dieser Gruppe handeln, die den Teuerungsausgleich bekommen. Insgesamt sollen etwa 750.000 Menschen die Einmalzahlung lukrieren können. Für Maurer dient die Maßnahme dazu, dass die Gesundheitskrise sich nicht zur Sozialkrise auswächst.

Studierende und Pensionisten erhalten Zahlung
Auch Studierende können den Teuerungsausgleich erhalten, Voraussetzung hierfür ist ein Bescheid über den Bezug von Studienbeihilfe oder eines Stipendiums vom November 2021. Pensionisten, deren Pension so gering ist, dass sie im Dezember 2021 eine Ausgleichszulage erhalten, sollen den Teuerungsausgleich bekommen. Insgesamt rechne man damit, dass dieser Teuerungsausgleich sich mit 100 Millionen Euro zu Buche schlagen werde, so Wöginger und Maurer.

Corona-Bonuszahlungen bis 3000 Euro steuerfrei
Freuen dürfen sich auch all jene, die von ihrem Dienstgeber wegen der Corona-Pandemie einen extra Bonus erhalten. Sie können Bonuszahlungen und Zulagen wieder bis zu einem Betrag von 3000 Euro steuerfrei erhalten. „Die Zahlungen dürfen üblicherweise bisher nicht gewährt worden sein und ausschließlich zum Zweck der Belohnung im Zusammenhang mit Covid-19 stehen“, betonte Wöginger.

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