Mo, 20. August 2018

Dichtes Programm

22.04.2011 12:54

Der Papst feiert Ostern und "talkt" im Fernsehen

Die Osterfeierlichkeiten der katholischen Kirche sind am Abend des Gründonnerstags mit der rituellen Fußwaschung durch Papst Benedikt XVI. in der römischen Lateranbasilika gestartet worden. Mit dem Kreuzweg am Karfreitag und der Messe zur Osternacht am Samstagabend wird das Programm fortgesetzt. Zudem wendete sich das Kirchenoberhaupt am Freitagnachmittag auch an das italienische Fernsehpublikum und beantwortete Zuschauerfragen.

"Sind wir - das Volk Gottes - nicht weithin zu einem Volk des Unglaubens und der Ferne von Gott geworden?", sagte der Pontifex im Petersdom vor allem mit Blick auf die westliche Welt und mahnte zu mehr Gläubigkeit und Gottesfurcht. Außerdem ermutigte er, bei aller Scham des eigenen Versagens nicht die leuchtenden Beispiele des Glaubens zu vergessen. Dabei erinnerte Benedikt XVI. unter anderem an Papst Johannes Paul II. (1920-2005), der am 1. Mai in Rom seliggesprochen wird.

Papst wirbt für Einheit der Christen
Bei der Fußwaschungszeremonie am Abend reinigte der Papst zwölf Priestern die Füße - so wie einst Jesus seinen Jüngern. Die Kollekte dieses Gottesdienstes war für Erdbeben- und Tsunamiopfer in Japan bestimmt. In seiner Ansprache warb Benedikt für eine sichtbare Einheit der Christen und dafür, "Jesus Christus so anzunehmen, wie er ist, und nicht so, wie wir ihn haben wollen". Das müssten alle immer wieder lernen, sagte er. "Auch wir verstecken uns hinter Ausreden, wenn die Zugehörigkeit zu ihm uns zu kostspielig und zu gefährlich wird."

Die kommenden Tage dürften anstrengend werden für das 84-jährige Kirchenoberhaupt. Am Karfreitag steht der traditionelle Kreuzweg am Kolosseum an. Den Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten im Vatikan bildet die Messe zur Osternacht am Samstagabend. Am Ostersonntag erteilt der Papst auf dem Petersplatz seinen Segen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis). Schon am Donnerstag waren Tausende Pilger in der Ewigen Stadt, um bei fast sommerlichen Temperaturen gemeinsam mit dem Papst das wichtigste Fest der Christen zu feiern.

Benedikt beantwortete Zuschauerfragen
Am Freitagnachmittag wurde zudem im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RAI die bereits aufgezeichnete Beantwortung von sechs Zuschauerfragen durch Benedikt XVI. ausgestrahlt. Den Eltern eines Koma-Patienten, die über die Seele ihres Sohnes wissen wollten, antwortete der Papst: "Ich bin sicher, dass diese versteckte Seele die Tiefe eurer Liebe spürt. Daher ist eure Präsenz neben eurem Sohn eine Geste der Liebe von großem Wert, die tief in diese Seele eindringt." "Es ist wie im Fall einer Gitarre, deren Saiten kaputt sind. Man kann darauf nicht mehr spielen. Das Instrument Körper ist fragil und die Seele kann in diesem Fall nicht darauf spielen, doch sie bleibt anwesend", erklärte Benedikt.

Der Heilige Vater antwortete auch auf die Frage eines siebenjährigen japanisch-italienischen Mädchens, das das Erdbeben in seiner Heimat erlebt hatte und vom Papst den Sinn des Leidens wissen wollte. "Liebe Elena, das frage ich mich auch", antwortete dieser. "Wir haben darauf keine Antwort, aber wir wissen, dass Jesus wie ihr unschuldig gelitten hat und dass Gott, der sich in Jesus zeigt, auf eurer Seite ist", betonte der Papst. Auch auf die Frage einer Muslimin aus der Elfenbeinküste nach dem Miteinander der Religionen ging Benedikt XVI. in seinen aufgezeichneten Antworten ein.

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