Bangen vor Omikron

So will sich OÖ gegen nächste Corona-Welle wappnen

Gerade erst sind die Oberösterreicher aus dem Lockdown entlassen, da müssen sie sich schon wieder auf ungemütlichere Zeiten einstellen. „Es ist unbestritten, dass die nächste Welle vor uns liegt“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Schuld daran ist die Omikron-Variante, die sich aus Sicht vieler Experten schon bald gegen die derzeit vorherrschende Delta-Variante durchsetzen wird.

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Taumelt das Land also bereits in Richtung des nächsten Lockdown? Ausschließen will das derzeit in der Politik niemand. „Wir müssen davon ausgehen, dass es etwa Mitte bis Ende Jänner wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommt“, räumt Stelzer ein.

Noch kein Krisenplan
Einen konkreten Plan, wie das verhindert werden könnte, hat er noch nicht in der Schublade – was auch daran liegt, dass Omikron noch sehr schwer einzuschätzen ist. Die Schwere der Krankheitsverläufe und die damit zusammenhängende Auswirkung auf die Auslastung der Spitäler sei noch nicht abzusehen, sagt Stelzer. Kommende Woche gibt es wieder Beratungen mit der Bundesregierung: „Vielleicht wissen wir da schon mehr.“

Guter Schutz für Dreifach-Geimpfte
Was man schon sicher wisse: „Dreifach-Geimpfte sind jedenfalls gut geschützt.“ Das legen auch aktuelle Zahlen des medizinischen Fachstabes des Landes nahe: Demnach lag am Freitag die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Ungeimpften in Oberösterreich bei 820, jene der Geimpften bei 80. Schlussfolgerung: Gäbe es in Oberösterreich nur Geimpfte, wäre ein drohender Lockdown kein Thema mehr.

Unabhängiger Krisenmanager gefordert
Die SPÖ spricht Stelzer weiter jegliche Kompetenzen in der Pandemiebekämpfung ab. Parteichefin Birgit Gerstorfer forderte am Freitag angesichts der bevorstehenden nächsten Welle erneut einen „unabhängigen Profi als obersten Krisenmanager“.

Christian Ortner
Christian Ortner
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