Tipps vom Profi

So wird die erste Skitour zum Genuss!

Kärnten
13.12.2021 13:00

Unterwegs auf Skiern in tief verschneiten Bergen. Durchatmen, Kraft tanken. Skitouren sind gut für Körper und Seele. Der Heiligenbluter Bergprofi Georg Schiechl weiß, worauf Beginner achten müssen.

Skitourengehen zählt seit einigen Jahren zu den Trendsportarten im Winter. Studien alpiner Vereine gehen von einem jährlichen Wachstum von sechs bis zehn Prozent aus.

Georg Schiechl ist nicht nur ein erfahrener Heiligenbluter Bergführer, Schorsch ist auch Skischulleiter und Betreiber eines kleinen Sportfachgeschäftes im Bergdorf unterhalb des Großglockners. Und Schorsch weiß, worauf Skitourenanfänger am Beginn besonders achten sollten. (Bild: Wallner Hannes)
Georg Schiechl ist nicht nur ein erfahrener Heiligenbluter Bergführer, Schorsch ist auch Skischulleiter und Betreiber eines kleinen Sportfachgeschäftes im Bergdorf unterhalb des Großglockners. Und Schorsch weiß, worauf Skitourenanfänger am Beginn besonders achten sollten.

„Der Einstieg in den gesunden Skitourensport ist gar nicht schwierig“, weiß Georg Schiechl, Heiligenbluter Bergführer und Leiter der Skischule Heiligenblut, der im legendären Bergdorf unterhalb des Großglockners auch einen kleinen, feinen Sport 2000-Laden betreibt. Und Schorsch weiß, dass der Skitouren-Einstieg mit der richtigen Ausrüstung beginnt: „Wer sich noch nicht ganz sicher ist, der sollte seine ersten Schritte durch die verschneite Bergwelt mit einer Leihausrüstung machen.“ Neben atmungsaktiver und wärmender Kleidung - man soll beim Aufstieg ja nicht überhitzen oder am Berg unterkühlen - benötigt man zum Skitourengehen auch Tourenskier samt spezieller Bindung sowie Tourenskischuhe, Stöcke und die passenden Steigfelle.

Georg Schiechl ist im Winter ständig in den verschneiten Bergen anzutreffen (Bild: Wallner Hannes)
Georg Schiechl ist im Winter ständig in den verschneiten Bergen anzutreffen

„Bei der Wahl der Ausrüstung sollte man wissen, ob man sportlich die Berge hinauf laufen oder zum Genuss draußen im Freien unterwegs sein will“, erklärt Schorsch: „Anfängern empfehle ich lieber keinen zu leichten Ski. Die Brettln sollten einen Holzkern haben und Seitenwangen, die dem Ski Stabilität verleihen. Außerdem sind zu kurze Skier nicht gut. Körpergröße ist perfekt, denn im Pulverschnee hat ein längerer Ski mehr Auftrieb und lässt sich leichter steuern.“

Für Anfänger ist das Pistengehen ideal, wo man den Umgang mit der Tourenausrüstung üben kann, also wie man in die Tourenbindung einsteigt oder wie man die Steighilfen verwendet.

Zahlreiche Skigebiete in Kärnten und Osttirol bieten inzwischen Skitourengehern eigene Angebote und Routen. Das Pistengehen ist übrigens ideal, um mit Umgang mit der Ausrüstung zu erlernen. (Bild: Wallner Hannes)
Zahlreiche Skigebiete in Kärnten und Osttirol bieten inzwischen Skitourengehern eigene Angebote und Routen. Das Pistengehen ist übrigens ideal, um mit Umgang mit der Ausrüstung zu erlernen.

Spezielle Anfängerkurse bieten Alpenverein und Naturfreunde, aber auch Bergführer wie Schorsch stehen Anfängern bei ihren ersten Schritten abseits der Pisten zur Seite. Doch wer mit Skiern im Winter Gipfel erklimmen will, der muss auch wieder runter. „Viele haben Angst vorm Skifahren im Gelände, aber das kann man leicht erlernen, ebenso wie den richtigen Umgang mit der Lawinenschutzausrüstung“, so der Heiligenbluter Bergprofi: „Ohne Schaufel, Sonde und Verschüttetensuchgerät gehe nie auf Skitour!“ Denn mit Hausverstand und etwas Übung ist das Skitourengehen eine der schönsten Wintersportarten. 

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