Bisher haben Sparer bei einer Bankenpleite bis zu 20.000 Euro ihr gesamtes Erspartes zurückbekommen. Geht es nach Finanzminister Karl Heinz Grasser soll sich das in Zukunft ändern: Sparer sollen bei einer Bankenpleite bis zu 1.300 Euro verlieren. Sozialminister Haupt ist dagegen.
Der Plan des Finanzministers: Hat ein Sparer20.000 Euro auf dem Sparbuch und die Bank schlittert in die Insolvenz,verliert er 1.300 Euro. Betroffen davon sind neun von zehn Sparer!
Ihr volles Geld sollen nur diejenigen Sparer zurückbekommen,die ein Guthaben von bis zu 7.000 Euro auf dem Sparbuch haben.Darüber hinaus soll es einen 10-prozentigen Selbstbehaltgeben.
Die Arbeiterkammer ist dagegen Die AK unterstützt KonsumentenschutzministerHaupt in seinem Widerstand gegen die geplante Neuregelung derEinlagen-sicherung. Die Konsumenten haben schon genug zu tun,eine Bank zu finden, bei der sie noch halbwegs Zinsen bekommen",sagt AK Direktor Werner Muhm, "es kann ja nicht sein, dass dieSparer jetzt auch noch nach der ,sichersten' Bank suchen müssen,damit sie im Fall des Falles nicht um ihr Geld umfallen. Wie kommendie Sparer dazu, dass sie draufzahlen, wenn sich Bankmanager ver-spekulieren.Die Sparer müssen die Gewissheit haben, dass ihr gesamtesErspartes sicher ist."
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