In Lustenau möchte der Verein ATIB eine neue Moschee bauen - samt Minarett, Restaurant und Geschäftslokalen. Von dem Bauprojekt lassen sich aber nicht alle begeistern, vor allem die FPÖ läuft Sturm. Die Blauen wehren sich gegen den Standort - und gegen das Minarett. Ein solches sei „absolut ortsunüblich“.
Es war klar, dass der Plan des Vereins ATIB in der Lustenauer Reichshofstraße polarisieren wird. Die Mischnutzung mit Geschäften, Restaurant und Jugendräumen sowie die frei zugänglichen Außenanlagen sollen ein Ausdruck dafür sein, dass das Gebäude der gesamten Bevölkerung offen steht - das gilt im übrigen auch für den Gebetsraum. „Das Projekt ist nicht nur für uns selbst, sondern für die gesamte Gesellschaft“, betont Hasan Tas, Vorsitzender von ATIB Lustenau.
„Passt nicht“
Die FPÖ allerdings bewertet den Bau ganz anders. Der derzeitige Standort würde zu einem noch massiveren Verkehrsaufkommen führen, als das jetzt schon der Fall sei. Besser wäre ein Standort „am Ortsrand“. Zudem können die Blauen nicht mit dem Minarett leben. „Das ist ortsunüblich, passt nicht ins Landschaftsbild und ist daher auf jeden Fall zu untersagen,“ erklärt dazu FPÖ-Lustenau-Obmann Martin Fitz.
In der Gemeindevertretung sollen die FPÖ-Wünsche nun diskutiert werden.
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