21.12.2004 13:44 |

Einkommen

Beamte haben im Schnitt höchstes Einkommen

Das Bezügebegrenzungs-Gesetz wurde vom Nationalrat schon im Jahr 1997 beschlossen. Aber bis zu den ersten Rechnungshofberichten über die durchschnittlichen Einkommen in Österreich musste ein Hürdenlauf absolviert werden: Viele Unternehmen verweigerten jede Auskunft, immer wieder musste der Verfassungsgerichtshof eingeschaltet werden.
Jetzt liegt ein fast 400 Seiten langer Berichtüber das Jahr 2003 vor. Und darin wurde folgendes Rankingüber die mittleren Einkommen erstellt: Die Beamten bekamenim Durchschnitt 25.826 Euro netto, Angestellte 17.400 Euro, Arbeiter12.356 Euro und Lehrlinge 5.628 Euro.
 
Viele Akademiker unter den Beamten
Die Staatsdiener schneiden deshalb so gut ab, weilbei ihnen der Akademikeranteil besonders groß ist und esim Gegensatz zu Arbeitern und Angestellten kaum Teilzeitkräftegibt. Das durchschnittliche Nettoeinkommen der unselbständigErwerbstätigen (Arbeiter, Angestellte, Beamte und Lehrlinge)lag 2003 bei 15.470 Euro.
 
Krasser Unterschied Mann - Frau
Eklatant dabei ist, wie hoch noch immer die Gehaltsdifferenzzwischen Männern und Frauen ist: Die Männer bezogenim Schnitt 18.320 Euro, die Frauen hingegen nur 12.000 Euro. Esist also noch immer nicht gelungen, die Benachteiligung der Frauauf dem Arbeitsmarkt zu beseitigen. Bei gleicher Leistung undQualifikation müsste es auch das selbe Gehalt geben.
 
Pensionisten unter dem Schnitt
Der mittlere Jahresbezug von Pensionisten betrug2003 11.779 Euro netto. Auch hier besteht ein krasser Unterschiedzwischen männlichen und weiblichen Pensionisten: WährendMänner auf 15.431 Euro kamen, schafften die Frauen nur 9.311Euro.
 
Übrigens: Über die Durchschnittsbezügeder Politiker ist im Rechnungshofbericht kaum etwas zu finden...
Mittwoch, 23. Juni 2021
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