30.11.2021 15:43 |

Brutal niedergestochen

Überfall auf Oma: „Wunder, dass sie noch lebt!“

„Es ist ein Wunder, dass sie das überlebt hat!“, das sagen die Ärzte jener 55-Jährigen, die Anfang November im Haus ihrer Tochter in der Nähe von Graz brutal überfallen wurde. Fünfmal stachen die Räuber mit zwei Messern auf die Frau ein. Davor verprügelten sie sie mit einem Baseballschläger. Alles geschah vor den Augen der dreijährigen Enkelin, die selbst verletzt wurde. Die inhaftierten Verdächtigen schweigen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter den Tod der Frau in Kauf nahmen.

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Es war der 4. November gegen 13 Uhr, als die beiden Täter sich gewaltsam Zutritt zu dem Haus in Eggersdorf bei Graz verschafften. Zu dem Zeitpunkt war die 55-jährige Oma aus dem Burgenland mit ihrer dreijährigen Enkeltochter allein zu Hause. Mit einem Baseballschläger prügelten die Räuber mehrfach auf die Frau ein, das erzählte sie nun bei ihrer Einvernahme. 

Die Burgenländerin sollte sterben
Als die Großmutter hilflos am Boden lag, fesselten die Gewalttäter die ohnehin wehrlose Frau. Sie drückten sie in einen Polster und nahmen zwei lange Küchenmesser, die sie ihr in den Rücken rammten. Fünfmal wurde sie getroffen. Die Wucht der Stiche war enorm. 

Laut ihren Ärzten überlebte die 55-Jährige nur ganz knapp. „Es ist wirklich ein Wunder“, hieß es aus dem Krankenhaus. Die Ermittler gehen aufgrund der Vorgehensweise davon aus, dass die Burgenländerin sterben sollte. Zumal die Täter auch kaum bzw. gar nicht maskiert waren.

Das Schockierendste an der so dramatischen Situation: Die dreijährige Enkelin war im selben Raum, als die furchtbare Attacke geschah. So nah, dass sie selbst verletzt wurde. Die Täter haben sie bei dem Angriff auf die Oma auch erwischt.

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Das Kleinkind erlitt leichte Verletzungen am linken Auge. Diese dürften ihr im Zuge der Tathandlungen gegen ihre Großmutter ungewollt zugefügt worden sein.

Polizeisprecher Markus Lamb

Die brutalen Räuber konnten dank des raschen Eingreifens der Polizei nach der Tat gefasst werden. Ein 49-jähriger Oststeirer wurde mit dem Auto des Opfers zehn Kilometer vom Tatort entfernt, festgenommen. Sein Komplize (44) wurde von den Raub-Ermittlern des Landeskriminalamtes noch in der Nacht aus seinem Bett geholt. Ein Teil der Beute wurde sichergestellt. Ein geraubter Tresor blieb verschwunden.

Gewalttäter verweigern die Aussage
Die Burgenländerin hat die beiden Oststeirer jetzt eindeutig identifiziert. „Die Männer machen jedoch, trotz des dringenden Tatverdachts, weiterhin von ihrem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch und machen keine Angaben zur Tat“, sagt Polizeisprecher Markus Lamb.

Motiv dieses versuchten Raubmordes dürften Geldprobleme gewesen sein. Einer der beiden spielsüchtigen Tatverdächtigen soll in einem Verwandtschaftsverhältnis zu einem Familienmitglied stehen. Deswegen habe man sich letztlich wohl auch dieses Haus ausgesucht. Die Steirer befinden sich in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Haft.

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