28.11.2021 14:01 |

Gelebte Inklusion

Gehörloser Koch darf in der Küche nicht fehlen

Von der Kochlehre bei der Diakonie de La Tour bis zu Feine Küche Kulterer: Seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet dort der von Geburt an gehörlose Thomas Barth als Koch. Großküchenchef Adi Kulterer lud deshalb zum Festakt, bei dem auch eine Ehrenurkunde der Wirtschaftskammer verliehen wurde.

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Dass gelebte Vielfalt mehr als ein Lippenbekenntnis ist, zeigt das Beispiel des Klagenfurter Cateringunternehmens Feine Küche Kulterer. „Mehr als 23 Nationalitäten sind bei uns vertreten. Die Beschäftigung von Menschen mit Benachteiligungen oder Behinderungen ist ein wesentlicher Teil unserer Unternehmensphilosophie“, verrät Chef-Caterer Adi Kulterer, der kurz vor dem aktuellen Lockdown einen kleinen Festakt in der Klagenfurter Unternehmenszentrale veranstaltet hat, um einen besonderen Jubilar zu feiern.

Seit zehn Jahren ein wichtiger Mitarbeiter
Thomas Barth, ein von Geburt an gehörloser Mann, feiert nämlich im November seine zehnjährige Betriebszugehörigkeit als fixer Bestandteil der Großküchen-Crew. Auf dem Weg hierher absolvierte der Koch aus Leidenschaft die Anlehre bei der Diakonie de La Tour in Treffen, Kochtätigkeiten im Gehörlosenverband Klagenfurt und bei pro mente sowie diverse Arbeitsprojekte.

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Thomas ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem unverzichtbaren Teil unseres Teams geworden. Besonders merkt man das, wenn er einmal nicht da ist. Dann fehlt einfach etwas!

Chef-Caterer Adi Kulterer

Stolz auf konstanke Leistung
Adi Kulterer weiß den Mitarbeiter sehr zu schätzen: „Im stressigen Umfeld des Catering-Unternehmens ist es ihm trotz Gehörlosigkeit gelungen, die dafür nötigen Ressourcen zu entwickeln. Darauf sind wir alle sehr stolz!“

„So funktioniert berufliche Inklusion!“
Auch autArK-Geschäftsführer Andreas Jesse ließ sich den Festakt nicht entgehen: „Dieses Beispiel zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise, dass berufliche Inklusion am allgemeinen Arbeitsmarkt mit passenden Rahmenbedingungen auch nachhaltig sehr gut gelingen kann!“

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