Erneut hagelt es Kritik für das Impfzentrum in der Stadtgemeinde. Dabei zeigt sich ein ähnliches Bild wie in Innsbruck: Lange Wartezeiten, zu wenig Personal und vieles mehr.
Der „Krone“-Bericht rund um die Probleme beim Impfzentrum in Innsbruck hat für Reaktionen gesorgt. Mitunter hat sich ein „Krone“-Leser gemeldet, der ähnliche Szenarien im Impfzentrum in Wörgl erlebt hat: „Hier geht es noch schlimmer zu!“
Eine gute Organisation sei nicht vorhanden, in der Privatwirtschaft sei man mit so einem Konzept schon längst gekündigt worden, sagt er. „Rund 1,5 Stunden Wartezeit trotz Termin ist unglaublich. Für Impfwillige, die keinen Termin hatten, war eine eigene Warteschlange vorgesehen. Sie waren viel schneller an der Reihe als jene Menschen mit Termin“, ärgert er sich.
Eine Sicherheitsbeauftragte hat nur Formulare ausgeteilt, anstatt für korrektes Tragen der Masken zu sorgen. Zudem hat sie brav Impfwillige ohne Termin ins Gebäude geschleust.
"Krone"-Leser aus Wörgl
„Gefährliche Situationen“
Doch dem noch nicht genug. Die Parkplatzsituation beim ehemaligen Lebensmittelgeschäft sei „katastrophal“. „Eine Sicherheitsbeauftragte hat nur Formulare ausgeteilt, anstatt für korrektes Tragen der Masken zu sorgen. Zudem hat sie brav Impfwillige ohne Termin ins Gebäude geschleust, anstatt die lange Warteschlange jener Personen mit Termin aufzuteilen. Diese standen teilweise bis auf die B171 hinaus, was zu manch gefährlicher Situationen geführt hat. So habe ich Beinahe-Unfälle und Zusammenstöße beobachtet“, schildert er.
Der Mediziner war nicht zu beneiden, denn er hastete im Akkord von Koje zu Koje, um die Personen zu impfen.
"Krone"-Leser aus Wörgl
Pünktlich zur Mittagszeit seien dann rund 80 Prozent der Schreibkräfte in die Pause entsandt worden. „Lediglich eine verbliebene Person pro Warteschlange musste dann alles alleine erledigen. Was allerdings nicht weiter schlimm war, da offensichtlich auch nur mehr ein Arzt anwesend war. Der Mediziner war nicht zu beneiden, denn er hastete im Akkord von Koje zu Koje, um die Personen zu impfen“, sagt der Tiroler etwas zynisch.
Bereits Anfang November ärgerte sich ein Ehepaar – wie berichtet – über das Impfzentrum in Wörgl. Die beiden hatten sich vorbildlich über die Plattform des Landes für die dritte Impfung und dem Vakzin Biontech/Pfizer angemeldet. Als sie nach längerem Anstehen an die Reihe kamen, wurden sie jedoch abgewiesen – da es keinen Biontech/Pfizer mehr gab. Solche Impfstoff-Engpässe räumte das Land damals auch ein.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.