Tiroler Schulen können seit Mittwoch einen Antrag auf Heimunterricht einzelner Klassen stellen. Mehr als 2700 infizierte Schüler wurden bei der Bildungsdirektion gemeldet - diese reagiert nun.
Die weiter steigenden Covid-19-Fälle machen auch vor den Tiroler Schulen nicht halt. Vor allem im Bezirk Lienz, der nach wie vor die mit Abstand höchste 7-Tage-Inzidenz aller Tiroler Bezirke aufweist (2437, Stand Mittwoch), wird in vielen Klassen wohl nicht mehr lange auf Präsenzunterricht gesetzt werden. „Am Mittwoch waren noch keine Klassen oder Schulen geschlossen. Es wird aber einige Klassen geben, die ins Distance Learning geschickt werden“, verdeutlicht Bernhard Deflorian von der Bildungsdirektion Tirol.
Ab zwei Fällen Zuhause
Seit Mittwochmittag können solche Anträge gestellt werden. Dies sei in enger Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde des Landes und dem Bundesministerium möglich. Wenn in einer Klasse zwei oder mehr positive Fälle auftreten, die durch PCR-Tests bestätigt wurden, kann die Schule einen entsprechenden Antrag auf Distance Learning stellen. Das könnte in den nächsten Tagen wohl zahlreiche Klassen betreffen, denn zuletzt wurden der Bildungsdirektion 2707 positiv getestete Schüler gemeldet. Das zehre auch am Nervenkostüm der Direktoren sowie dem Lehrpersonal.
Am Mittwoch waren noch keine Klassen oder Schulen geschlossen. Es wird aber einige Klassen geben, die ins Distance Learning geschickt werden.
Bernhard Deflorian
Die Maßnahmen treffen kann aber nur die Schule, so Deflorian: „Ob die Klassen in den Heimunterricht geschickt werden, muss direkt vor Ort entschieden werden und hängt auch von den jeweiligen Standorten ab.“
Vorerst noch in Klassen
Derzeit, und sofern es keine bundesweiten Änderungen gibt, herrscht jedenfalls noch Unterricht in den Klassen. Empfehlungen seitens der Bildungsdirektion gibt es laut Deflorian aber nicht: „Der Minister hat festgelegt, dass Unterricht stattfindet. Schlussendlich entscheiden aber die Eltern, ob sie ihre Kinder in die Schulen schicken oder nicht.“
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