23.11.2021 12:00 |

4,9 Millionen Gäste

Fast ein Sommer wie damals für Tirols Tourismus

Besorgt blicken Tirols Touristiker Richtung Winter. Wird es überhaupt eine Saison geben? Vieles ist ungewiss. Klar ist hingegen seit Montag, dass der Sommer ein durchaus erfolgreicher war. Mit knapp 20 Millionen Nächtigungen hat die Branche wieder deutlich aufgeholt. Das Vorkrisen-Niveau ist aber noch nicht erreicht.

4,9 Millionen Gäste urlaubten zwischen Mai und Oktober in den Tiroler Bergen. Das sind um 30 Prozent mehr als im vergangenen Krisenjahr. 19,8 Millionen Nächtigungen wurden gezählt. Auch das ist ein sattes Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Minus zu Vorkrisenzeit kleiner als befürchtet
Der Vergleich mit der Zeit vor der Pandemie fällt ebenfalls nicht so schlecht aus wie am Beginn der Saison befürchtet. Zwar liegt der Sommer 2021 hinter dem Ergebnis der besonders erfolgreichen Saison 2019 mit 22 Millionen Nächtigungen, aber das Nächtigungsminus von zehn Prozent ist angesichts der aktuellen Lage verschmerzbar. Überdurchschnittlich viel verloren haben allerdings Kurheime und Jugendherbergen. Sogar besser als 2019 abgeschnitten haben gewerbliche Ferienwohnungen (+ 6,4 %). Ein Indiz dafür, dass viele Urlauber heuer ganz besonders auf Unterkünfte mit mehr Abstand zu anderen Gästen Wert gelegt haben.

Deutsche retten Sommer, kaum mehr Österreicher
Die aktuelle Sommerbilanz zeigt eindrucksvoll, wie entscheidend der deutsche Markt für Tirol ist. Fast 12,5 Millionen Nächtigungen (63 Prozent!) entfallen auf Gäste aus dem Nachbarland – mehr als vor der Krise. Für die Österreicher hat trotz aller Reiseunsicherheiten im Ausland Tirol kaum an Attraktivität gewonnen. Zwölf Prozent der Nächtigungen entfallen auf Österreicher. Der Wert ist höher als 2019, der Zuwachs aber vergleichsweise bescheiden.

Die Landeshauptstadt hat schwer zu kämpfen
In den Regionen bilanzieren die Orte sehr unterschiedlich. Die nächtigungsstärkste Gemeinde ist Eben am Achensee (680.000). Die größten Einbußen muss Innsbruck verkraften. Die Landeshauptstadt hatte nur halb so viele Sommernächtigungen (550.000) wie vor der Krise.

Von
Claudia Thurner
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