Alarmierende Zahlen

Stoppen wir die Diabetes-Pandemie!

Über eine Million Österreicher sind von Stoffwechselstörungen betroffen, haben also entweder Diabetes oder eine Vorstufe davon. Viele wissen es gar nicht. Und: Die Patienten werden immer jünger!

„Mit so vielen Erkrankten hierzulande kann man zusätzlich zur Corona-Bedrohung bereits von einer Diabetes-Pandemie sprechen“, brachte es Univ.-Prof. Dr. Thoms Szekeres, Präsident der Ärztekammer, auf einer Pressekonferenz der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) in Wien auf den Punkt. Außerdem tritt Typ-2-Diabetes heutzutage immer früher auf. „Der Ausdruck ,Alterszucker´ stimmt schon lange nicht mehr. Bewegungsmangel, Übergewicht und schlechte Ernährung bei genetischer Veranlagung können auch bei Jüngeren zum Ausbruch der Krankheit führen.“

Um die Versorgung in Österreich weiter zu verbessern, forderten die Experten die Einführung eines elektronischen Diabetespasses. „Durch Zusammenfassung der wesentlichen Befunde und Auflistung anstehender Untersuchungen sowie Behandlungen soll die fachübergreifende Betreuung optimiert werden“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Susanne Kaser, Direktorin-Stv. der Universitätsklinik für Innere Medizin I der Medizinischen Universität Innsbruck (T) und Präsidentin der ÖDG.

Wissen schützt!

Weil das Wissen um die Erkrankung der erste Schritt ist, sich selbst zu schützen, wurden anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November einige kurze Video-Clips präsentiert, in denen Expertenen anschaulich Risikofaktoren, Lebensstilmaßnahmen, Diagnose und Behandlung der Zuckerkrankheit erklären.

Eine weitere langjährige Forderung betrifft die Einführung eines nationalen Diabetesregisters. „Die ÖDG hat sowohl mit dem ,COVID-19 bei Diabetes´-Register und dem Start der Studie zur Versorgung von Patienten bei Haus- und Fachärzten in den vergangenen Monaten aktiv mitgeholfen, die Datenlage in Österreich zu verbessern“, so Univ. Prof. Dr. Harald Sourij, Abteilungsleiter-Stv. der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie an der Medizinischen Universität Graz (Stmk.) und Erster Sekretär der ÖDG. 

Von
Eva Greil-Schähs
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Freitag, 03. Dezember 2021
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