Auto als Hauptpreis

Lotterie lockt mit 1200 Preisen zur Impfung

Oberösterreich
11.11.2021 16:00

„Es ist uns nicht gelungen, die Menschen ausreichend zu motivieren, sich impfen zu lassen.“ Mit dieser Feststellung begründete LH Thomas Stelzer (ÖVP) am Mittwoch, warum das Land einen Schritt setzt, der ihm ursprünglich zuwider war: Ab Montag sollen Corona-Impfmuffel mit einer Lotterie zum Umdenken gebracht werden.

„G’impft gewinnt“ lautet das Motto der Aktion – und das sind die Details:

  • Die Impflotterie startet am 15. November und läuft bis 22. Jänner.
  • Zu gewinnen gibt es gut 1200 Preise, die von heimischen Firmen zur Verfügung gestellt werden (siehe Kasten).
  • Mitmachen können alle Vollimmunisierten ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Oberösterreich per Anmeldung auf der Website www.ooe-impft.at.
  • Die Teilnahme ist nur einmal pro Person möglich, für 12- bis 18-Jährige darf ein Erziehungsberechtigter ein weiteres Mal teilnehmen.
  • Bei der ersten Ziehung am 15. Dezember werden 500 Gewinner gezogen, die Hauptziehung findet dann am 18. Jänner 2022 statt.
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Sicher kann man immer alles besser machen, ich will da nichts schönreden: Wir haben eine Impfquote, die nicht ausreicht.

Landeshauptmann Thomas Stelzer

Ein konkretes Ziel – welche Impfquote oder wie viele Stiche mit dem Gewinnspiel erreicht werden sollen – nannte Stelzer nicht: „Wir sind zufrieden, wenn man sagen kann, die Pandemie ist bewältigt.“ Großer Abwesender bei der Präsentation war erneut der Regierungspartner. Dass die FPÖ die ÖVP im Bemühen um eine höhere Impfquote im Stich lässt, hält Stelzer weiter für unproblematisch: „Wichtig ist, dass wir Maßnahmen setzen können, und das tun wir.“

Kritik von Opposition
Kritik kommt von Grünen und SPÖ: „Dass die Koalition bei der Bewältigung der Pandemie weder ein gutes noch einheitliches Bild abgibt, beweist sie täglich aufs Neue und lässt eine fassungslose Bevölkerung zurück“, sagt Grünen-Sprecher Stefan Kaineder. Die am Mittwoch präsentierte Impflotterie komme „zu spät und zu zaghaft“, findet SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer: „Einen Feuerlöscher kauft man nicht erst, wenn das Haus schon brennt.“

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