04.11.2021 10:27 |

Um Frau zu retten

Seilrutschenmitarbeiter stürzte 30 Meter in Tiefe

Ein Mitarbeiter einer Seilrutsche in Kalifornien hat sich 30 Meter in den Tod gestürzt, um eine Kundin zu retten. Joaquin Romero (34) packte die Frau am Geschirr, damit sie nicht unkontrolliert auf dem Seil rutscht. Dabei wurde er allerdings von der Plattform gezerrt. Aus Angst, die Gurte könnten nicht das Gewicht von beiden halten, ließ er schließlich los.

Unfassbarer Vorfall auf der La Jolla Zip Zoom Zip Line in Pauma Valley. Eine Abenteurerin war kurz vor der rasanten Fahrt auf der Plattform ausgerutscht - just zu dem Zeitpunkt, als Romero ihr half, sich einzuhaken. Der Mitarbeiter hielt sie an ihrem Gurt fest, um die unfreiwillige Bewegung zu stoppen. Doch schließlich wurden beide hinausgeschleift.

Freund von Unfallopfer denkt, er ließ freiwillig los
Nach 100 Metern unfreiwilliger Rutschpartie ließ der 34-Jährige schließlich los. Ein Freund von ihm vermutet, er sei aus Angst, die Frau zu gefährden, in die Tiefe gestürzt. Er ist sich sicher, dass Romero befürchtet hatte, das Geschirr, mit der die Fahrgäste mit dem Seil verbunden sind, könnte nicht das Gewicht von beiden tragen.

Romero wurde schließlich mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geflogen, wo er Anfang der Woche leider verstarb. Der Betreiber der Seilrutsche erklärte, sie seien über den Todesfall sehr bestürzt und kündigten eine „eingehende und umfassende Untersuchung in Abstimmung und Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesbehörden“ an.

Die Seilrutsche in Kalifornien gibt es seit sechs Jahren - es gibt drei verschiedene Strecken von 90 bis 820 Metern Länge. Es können Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erreicht werden.

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