Nach nur vier Monaten musste Helmut Hattmannsdorfer das Bürgermeisteramt in Gallneukirchen bereits wieder abgeben. Als einer der wenigen „Kurzzeit-Ortschefs“ bleibt er aber in der Gemeindepolitik. Viele seiner Kollegen kehren nach bitteren Wahlniederlagen der Politik für immer den Rücken.
Nach dem überraschenden Rücktritt von Gisela Gabauer wurde am 17. Juni Helmut Hattmannsdorfer als neuer Gallneukirchner VP-Bürgermeister angelobt. Nur 126 Tage und eine bittere Wahlpleite gegen SP-Kandidat Sepp Wall-Strasser später kehrte er am Donnerstag wieder in die zweite Reihe zurück. „Ich werde als Vizebürgermeister für Gallneukirchen arbeiten“, so Hattmannsdorfer nach der Gemeinderatssitzung, die im Ort für viel Gesprächsstoff sorgt. Zunächst wies Bezirkshauptmann Paul Gruber bei der Angelobung Wall-Strassers auf die hohen Corona-Infektionszahlen hin und verzichtete auf das obligatorische Händeschütteln. Der „Neue“ hielt am Ritual fest. „Ich bin durchgegangen und habe mir gedacht, dass Händeschütteln auch nicht schlimmer ist, als Sessel an Sessel zu sitzen. Natürlich hab’ ich mir die Hände desinfiziert“, so Wall-Strasser. Pikant: Am Tag nach der Angelobung wurde ein Gallneukirchner Gemeindepolitiker positiv getestet.
Viele Veränderungen
Während Hattmannsdorfer weitermacht, sind bei vielen Kurzzeit-Ortschefs Veränderungen angesagt. In Kollerschlag hört Georg Ecker (VP) nach nur neun Monaten auf, er wird Landtagsabgeordneter. Michael Franz Eibl (24), seit August 2020 jüngster Ortschef Österreichs, tritt als VP-Gemeindevorstand in Windischgarsten kürzer. Und in Pichl ist für Gabriele Aicher nach etwas mehr als eineinhalb Jahren gänzlich Schluss mit Politik.
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