Hoffnung verloren
USA: Todeskandidat scheitert vor Höchstgericht
Davis war 1991 ausschließlich aufgrund von Zeugenaussagen wegen Mordes an dem weißen Polizisten Mark McPhail (rechts im Bild) zum Tode verurteilt worden. Eine Tatwaffe, konkrete Beweise oder DNA-Spuren, die auf ihn als Täter hingedeutet hätten, wurden nie gefunden. Im August 2009 hatte der Oberste Gerichtshof ein Bundesgericht beauftragt, den Fall neu zu untersuchen. Obwohl sieben der neun Zeugen ihre Aussagen gegen Davis zurückzogen, wies das Gericht in Savannah im Sommer 2010 die Klage gegen seine Hinrichtung zurück.
Davis hatte dreimal durchsetzen können, dass die Vollstreckung seiner Todesstrafe ausgesetzt wird. Sein Fall sorgte weltweit für Aufsehen, zu seinen bekanntesten Unterstützern zählen neben der Europäischen Union auch der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu sowie Papst Benedikt XVI.
Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshof am Montag können die Behörden in Georgia nun ein neues Datum für die Hinrichtung festsetzen. Davis kann jetzt nur noch auf eine Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft durch ein Begnadigungskomitee hoffen.
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