Kritik von AK und WK

Lehrlinge sind beim Klimaticket im Nachteil

Tirol
12.10.2021 15:00

Jene 600 Tiroler Lehrlinge, die eine Berufsschule in einem anderen Bundesland besuchen, werden trotz Klimaticket ordentlich zur Kasse gebeten. Arbeiter- und Wirtschaftskammer sowie der ÖGB fordern Nachbesserungen.

821 Euro sind für die rund 600 betroffenen Tiroler Lehrlinge für ein neues Klimaticket fällig, weil sie eine Berufsschule in einem anderen Bundesland besuchen. Das ist mehr als das Achtfache des LehrPlus-Tickets, das Lehrlingen für Fahrten innerhalb Tirols zur Verfügung steht.

Image-Kampagnen verpuffen
Einhellig kritisierten Arbeiterkammer Tirol und Wirtschaftskammer Tirol diese Praxis. „Da wird zwar mit Imagekampagnen für Lehrberufe geworben, aber die zukünftigen Facharbeiter müssen doch auch mit sinnvollen Maßnahmen unterstützt werden“, fordert AK-Präsident Erwin Zangerl rasche Nachbesserungen. Tiroler Lehrlinge sollten mit ihrem LehrPlus-Ticket für die Dauer des Berufsschulbesuches alle öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich nutzen können.

Laut WK-Präsident Christoph Walser und WK-Lehrlingskoordinator David Narr sei mit dem Klimaticket der Rahmen geschaffen, „dass diese Benachteiligung der Lehrlinge endlich aufhört“. ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth fordert die kostenlose Nutzung von Öffis für alle Lehrlinge bis 25 Jahre.

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