Das Procedere vor Gericht ist für Franz Z. nichts Neues. Zehn Mal ist der Klagenfurter hier schon gesessen, meist wegen Betrugs. "Da entwickeln Sie erstaunlich viel Energie", seufzt der Richter. Tatsächlich hatte der 42-Jährige seine Masche schon von der Zelle während der letzten Haftstrafe geplant.
Er mietete unter falschen Namen – insgesamt hat er es in seiner zweifelhaften Karriere auf 75 Pseudonyme gebracht – Wohnungen und täuschte Firmengründungen vor. Dann ließ er sich an diese Adressen und ohne je zu bezahlen von Händlern Laptops, Handys und anderes technisches Gerät schicken, um dieses wiederum gewinnbringend zu verscherbeln. Z. dachte dabei an vieles: Sogar daran, an Postfächern seine falschen Namen anzubringen, um die Briefträger zu täuschen.
"Dachten Sie, Sie werden so nie erwischt?" – "Naja, es führte halt eines zum anderen. Ich habe Schulden, auch weil Frankenkredite so ungünstig sind." Jetzt hat Herr Z. wieder Zeit, neue Auswege aus der Geldnot zu überlegen: drei Jahre Haft. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.
von Kerstin Wassermann, Kärntner Krone
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