Ungebremst gegen Lkw

Trauer nach Unfall um Mathias (20) in Micheldorf

Trauer und Schock in Micheldorf. Der erst 20 Jahre alte Mathias Z. stieß am Samstag gegen 3.40 Uhr früh auf der B 138 in seiner Heimatgemeinde ungebremst gegen einen entgegenkommenden Lkw. Der junge Arbeiter hatte keine Überlebenschance. Der Notarzt konnte nur seinen Tod feststellen.

Die Unfallursache ist rätselhaft. Mathias Z. war auf einem schnurgeraden Stück der Pyhrnpassbundesstraße B 138 mit seinem Mazda 2 ungebremst gegen die linke Fahrzeugseite eines entgegenkommenden Lkw geprallt, den ein 54-Jähriger aus Scharnstein lenkte. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der Kleinwagen in eine angrenzende Wiese geschleudert. Mathias Z. wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass der Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte. Der Lkw-Lenker wurde ins Krankenhaus Kirchdorf eingeliefert.

Seelsorger war vor Ort
Die Feuerwehrleute mussten Mathias Z. aus dem völlig demolierten Wrack schneiden. Ein Seelsorger vom Stift Schlierbach und ein Mitarbeiter der Notfallbetreuung befanden sich ebenso am Einsatzort.

„Ich hab ihn getauft, er war auch Ministrant“
Der Micheldorfer Pfarrer Florian Kiniger befindet sich gerade auf Südtirol-Urlaub. Er wurde von der Feuerwehr zum Einsatz alarmiert, konnte natürlich nicht kommen, bekam aber rasch mit, um wen es sich bei dem Verunglückten handelte, und sagt: „So etwas ist auch für einen Seelsorger immer eine schlimme Sache und auch für die Einsatzkräfte sehr belastend. Ich hab’ den Mathias gut gekannt. Ich hab ihn getauft, und er war auch ein paar Jahre lang Ministrant bei uns in der Pfarre. In den vergangenen Jahren hab’ ich ihn etwas aus den Augen verloren, wie es ja meistens bei den jungen Leuten so ist. Es ist furchtbar, wenn ein junges Leben so ein Ende findet. Mir tut seine Familie schrecklich leid.“

Bestürzung
Auch der Micheldorfer Bürgermeister Horst Hufnagl reagierte bestürzt. „Der Mathias hat mit meinem Sohn bei derselben Firma gearbeitet. Er hat Metalltechniker gelernt, ist erst vor kurzem mit der Ausbildung fertig geworden. Es ist einfach schrecklich, wenn so ein junger Mensch aus dem Leben gerissen wird.“

Im ersten Halbjahr kamen in Österreich 147 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, die meisten (43) bei uns in Oberösterreich.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Dienstag, 19. Oktober 2021
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