Nach Rücktritt

ÖVP-Politiker Anton Hüttmayr geht in die Offensive

Oberösterreich
24.03.2011 20:14
ÖVP-Politiker Anton Hüttmayr tritt nicht nur demnächst als Chef des Zivilschutz-Landesverbandes Oberösterreich, sondern sogleich auch als Präsident des Bundesverbandes zurück, der er erst drei Monate ist. Und er geht in die Offensive, prangert Misstände in Wien an. Inzwischen wird der Landesrechnungshof mit einer Sonderprüfung des oberösterreichischen Zivilschutzverbands beauftragt.

Er habe den Antrag auf Prüfung durch den Landesrechnungshof selbst bei der Vorstandssitzung des Zivilschutzverbandes eingebracht, sagt Hüttmayr. Der zuständige Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) reagierte schnell und schaltete am Donnerstag gleich den Rechnungshof ein: "Klarheit und Kontrolle sind bei mir oberstes Gebot". Im Jahr 2010 hat der Oberösterreich-Verband 207.000 Euro Landesförderung bekommen.

Aber offenbar sollte man auch den Bundesverband durchleuchten, über dessen Situation sich Hüttmayr jetzt "bestürzt" zeigt: Da seien Honorare ohne erkennbare Gegenleistung ausbezahlt und manche  überhöhte Rechnung akzeptiert worden. Der Versuch einer Bilanzabänderung sei evident und Hüttmayrs Vorgänger genieße zum Beispiel 56.000 Euro Abfertigung. Landtagsabgeordneter will Hüttmayr bleiben.

Kronen Zeitung

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