Mordversuch bei Gmünd

Rauchpause von „Exorzistin“ war Chance auf Hilfe

Niederösterreich
08.10.2021 15:06

Kreuzförmige Schnitte an Armen, Bauch und Beinen. Dazu Drohungen, der 51-jährigen ans Bett gefesselten Frau aus dem Bezirk Gmünd „den Teufel auszutreiben“ - eine 40-Jährige Pflegerin aus Rumänien nahm ihre Psychopharmaka nicht und stach - wie berichtet - sogar zu! Nun stand sie in Krems vor Gericht: Schuldig - nicht rechtskräftig.

Physisch waren die Schnittwunden und auch die Stichwunde im Bauch nicht so tief, die psychischen Folgen dieser mittlerweile gutachterlich anerkannten Wahnsinnstat um den Jahreswechsel (die „Krone“ berichtete) dürften hier für die 51-jährige Waldviertlerin viel schwerer wiegen. Eigentlich hätte eine andere Pflegerin aus dem Ausland kommen sollen. Als diese keine Lust hatte, stieg die 40-jährige Rumänin in den Bus, um der Waldviertlerin als 24-Stunden-Pflegerin - wie berichtet -  beizustehen.

Pflegerin nahm Tabletten nicht
Als sie dann aber eines Tages anscheinend ihre Tabletten nicht nahm, rastete sie aus und marterte die ans Bett gefesselte Frau gleich mit zwei Messern: Zahlreiche Schnitte an Armen, Beinen und Bauch folgten, außerdem auch ein Bauchstich. In einer Rauchpause der selbst ernannten schizophrenen „Exorzistin“ gelang es der Waldviertlerin, mit dem Handy Hilfe herbeizurufen. Das Opfer wurde im Spital in Gmünd ambulant behandelt, die Täterin in eine Nervenklinik gebracht.

Mit 7:1 Stimmen befanden die Geschworenen im Landesgericht Krems die Rumänin des Mordversuchs für schuldig. Die Täterin wurde in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Sie habe die Tat nicht begangen, meldete die Angeklagte aber Rechtsmittel an. Nun muss der Oberste Gerichtshof entscheiden.

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