07.10.2021 16:40 |

Frauen im Nachteil

Fehlende Betreuungsplätze sind weiter ein Problem

Über den erfreulichen Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt sprach die ÖVP in der Aktuellen Stunde. Verbesserungsbedarf sieht deren Sprecher Harald Witwer vor allem beim Arbeitslosengeld, das zu Beginn höher ausfallen sollte. Grüne, NEOS und FPÖ forderten bessere Rahmenbedingungen für Frauen und Langzeitarbeitslose. Zumindest für letztere seien neue Projekte bereits in der Pipeline.

Die Pandemie hat die Probleme auf dem Arbeitsmarkt deutlich aufgezeigt, meinte Vahide Aydin: „Frauen übernehmen mehr Care-Arbeit wie Pflege oder Homeschooling und stehen deshalb gar nicht oder nur eingeschränkt im Erwerbsleben.“ Auch Johannes Gasser (NEOS) sah das weibliche Geschlecht im Nachteil. Unlängst habe ihm eine Mutter ihr Leid geklagt, die zwei Nachmittage mehr arbeiten wollte, allerdings gebe es in ihrer Gemeinde zu diesen Zeiten keine Kinderbetreuung. Ob sie mehr arbeiten kann, hänge nun davon ab, ob sie einen Betreuungsplatz in der Nachbargemeinde erhalte. „Das sind praktische Probleme, für die es endlich Lösungen braucht“, forderte Gasser.

Neue Projekte gegen Langzeitarbeitslosigkeit
„Die Lösungen für Langzeitarbeitslose - nämlich verschiedene neue Unterstützungsprojekte - sind bereits in der Pipeline“, betonte Manuela Auer (SPÖ), die auch Mitglied im AMS-Landesdirektorium ist. „Wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein“, befand Christof Bitschi (FPÖ). Um Personalengpässe wie etwa im Gesundheitsbereich zu vermeiden, müssten sich die Rahmenbedingungen ändern. „Die Steuern auf Arbeit sind viel zu hoch. Die angebliche Steuerreform wird daran nichts ändern“, kritisierte der Klubobmann.

 Vorarlberg-Krone
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