Durchgegriffen

AMS OÖ bestrafte heuer schon 3000 Arbeitslose

Die Amag sucht in Ranshofen 90 Mitarbeiter, die Miba österreichweit 75 - zwei Beispiele dafür, wie Firmen derzeit aufgrund der fehlenden Fachkräfte der Schuh drückt. Nebeneffekt der vielen offenen Stellen: Arbeitsunwillige „fliegen“ früher auf.

Händeringend suchen die Unternehmen im ganzen Bundesland neue Mitarbeiter. Längst sind sie nicht immer erfolgreich dabei. Die Folge: Immer mehr Betriebe müssen ihre Angebote einschränken. Jüngste Beispiele dafür: Das Vier-Sterne-Superior-Hotel Bergergut in Afiesl wird ab November nur noch von Dienstag bis Sonntag geöffnet sein, die Konditorei Jindrak schickte ihre Filiale am Pöstlingberg in Linz mit Wochenbeginn in die Winterpause

„Die Betriebe bekommen schon Leute, aber nicht so viele, wie sie brauchen würden“, weiß Gerhard Straßer, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice Oberösterreich. Exakt 31.169 Stellen waren im September beim AMS als offen gemeldet gewesen - das dritte Monat in Serie waren damit also mehr als 30.000 Jobs frei!

Kein Arbeitslosengeld für sechs Wochen
Eine Situation, die auch Arbeitsunwillige schneller „auffliegen“ lässt. Weil die AMS-Mitarbeiter viele Stellen im Angebot haben und die Arbeitslosen gefordert sind, sich zu bewerben, fällt früher auf, wenn sich jemand vor Bewerbungen drückt oder auch sonst nichts beiträgt, um wieder zu arbeiten. Straßer greift da mit seinem Team mit Sperren durch: Heuer wurde schon 3000 Arbeitslosen für sechs Wochen das Arbeitslosengeld gestrichen - ein teurer Denkzettel.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Mittwoch, 20. Oktober 2021
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