Schmieden braucht Geduld. Jeder Hammerschlag bringt eine Veränderung. Es ist ein stetes, konzentriertes Arbeiten, wenn Gabriele Kutschera (71) glühend rote Vierkantstäbe hämmert, biegt, dreht. Sie schmiedet Lanzen, Stelen mit Knoten oder mit verspielten Blättern.
Motor der Existenz
In der Galerie in der Schmiede in Pasching stellt die österreichweit bekannte Plastikerin aus Bad Wimsbach, Bezirk Wels-Land, zwar wenige Arbeiten aus, dafür aber „Klassiker“ wie eine Knäuelstele oder einen „3-Klang“: Jeder Stab symbolisiert einen Zeitabschnitt. Derzeit wirken die Stelen zugleich wie Wächter für Gemälde von Peter Bischof. Der Maler, der für viele Kirchen Glasfenster entwarf, verstarb Anfang August im 87. Lebensjahr. Er war Kutscheras Partner im Leben und in der Kunst. Seine Gemälde kreisen ausschließlich um das Abbild des Menschen. Mit starker Geste lotete er die Darstellung des Lebendigen aus, er bannte meist flüchtige Farbschatten auf die Leinwand. Das Malen war auch der Motor seiner eigenen Existenz. Eine würdige Gedenkschau, bis 15. Oktober! Infos www.galerieinderschmiede.at
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