30.09.2021 17:56 |

35 Jahre gefahndet

Ex-Polizist war Serienmörder mit „Furchengesicht“

In Frankreich haben Kriminalisten 35 Jahre nach Beginn einer Serie von Morden und Vergewaltigungen einen ehemaligen Pariser Polizisten als mutmaßlichen Täter ermittelt. Nach einer Vorladung zum Verhör habe sich der 59 Jahre alte Ex-Beamte am Mittwochabend in der Nähe der Stadt Montpellier das Leben genommen, berichtete die Zeitung „Le Parisien“ am Donnerstag.

Zurückgelassen habe er ein Schreiben, in dem er gestanden habe, der seit Jahren gesuchte Mörder und Vergewaltiger zu sein. Seit 1997 habe er aber keine neuen Verbrechen begangen, schrieb der Mann. Eine DNA-Probe soll den Ermittlern nun letzte Gewissheit geben. Da Zeugen von einem Mann mit unreiner, pockiger Haut sprachen, wurde nach dem Serientäter unter dem Namen „Furchengesicht“ gefahndet.

Vier Morde und sechs Vergewaltigungen
Dem Ex-Polizisten werden vier Morde und sechs Vergewaltigungen angelastet. Erstes Opfer war 1986 eine im Tiefgeschoß eines Pariser Wohngebäudes vergewaltigte und ermordete Elfjährige. 1987 folgte ein Doppelmord an einem Paar in Paris, der Mord an einer 19-Jährigen im Pariser Umland 1994 wird ihm ebenfalls zugerechnet. In den gleichen Zeitraum fallen die Vergewaltigungen.

Während ihrer jahrelangen Fahndung stützten sich die Ermittler laut „Le Parisien“ auf ein unvollständiges DNA-Profil des Täters, Hinweise auf sein Auto sowie den Umstand, dass er einen Polizeiausweis verwendet haben soll. Damit rückte der Mann mit einigen anderen ehemals im Großraum Paris beschäftigten Polizisten in den Fokus der Ermittlungen.

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