Opfer in Lebensgefahr

Haftstrafen nach Lkw-Fahrer-Kampf am Parkplatz

Im Vollrausch zum Blutrausch: Zwei Ukrainer mussten sich am Mittwoch im Landesgericht Wels wegen versuchten Mordes verantworten. Die beiden Lkw-Fahrer sollen am Ostersonntag auf einem Parkplatz in Mondsee einen Kollegen lebensgefährlich verletzt haben. Die Verteidiger sagten, es sei Körperverletzung gewesen. Die Geschworenen sahen keinen Mordversuch, sondern schwere bzw. absichtlich schwere Körperverletzung. Spätabends wurden die Angeklagten zu Freiheitsstrafen von zwölf Monaten teilbedingt bzw. 30 Monaten unbedingt verurteilt - bereits rechtskräftig.

Laut Anklage (Staatsanwalt Günther Diplinger) hatte der Erstangeklagte (22) das Opfer (38) am Boden fixiert. Der Zweitangeklagte (43) hatte mit einem Hammer auf den beiden Lenkern unbekannten Mann eingeschlagen, zuerst auf die Beine, dann auch auf den Kopf. Der 38-Jährige landete mit einem Schädel-Hirn-Trauma und anderen Verletzungen auf der Intensivstation.

„War nur Hilfe“
Die beiden Angeklagten bekannten sich in Wels nicht schuldig. Die Verteidiger schilderten das Gemetzel umgekehrt: Der 22-Jährige sei von dem ihm fremden Mann festgehalten und ihm das T-Shirt über den Kopf gezogen worden. Der Zweitangeklagte, ein Freund seines Vaters, sei ihm nur zu Hilfe gekommen. „Er versuchte zu beruhigen“, so Verteidiger Kurt Jelinek.

Kein Mordversuch
Die Geschworenen verneinten in beiden Fällen einstimmig die Frage, ob es sich um Mordversuch gehandelt habe. Der Erstangeklagte wurde wegen schwerer Körperverletzung zu zwölf Monaten Freiheitsstrafe, davon vier unbedingt, verurteilt und aufgrund der vorangegangenen U-Haft freigelassen. Der Zweitangeklagte fasste 30 Monate unbedingt wegen absichtlich schwerer Körperverletzung aus.

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Montag, 18. Oktober 2021
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