Viel Lob heimsten bereits vorab die Entwickler von Guerilla Games für den PS2-Shooter Killzone ein. Einige sprachen schon von einem echten Halo 2-Herausforderer, nachdem die ersten Szenen über die Bildschirme gelaufen waren. Aber waren die Vorschusslorbeeren auch wirklich gerechtfertigt?
Wie immer bei einem Shooter gibt es auch hierwieder einen Konflikt, der massiven Waffeneinsatz erfordert, umder Lage Herr zu werden. In diesem Fall ist es die militärischeSplittergruppe der Helghast, welche die restliche Menschheit unterwerfenwill.
Nach einem langen und sehr gut gemachten Intro gehtes an die erste Mission, bei der ihr einen Charakter zugewiesenbekommt. Im weiteren Verlauf ist es möglich, aus einem vondrei weiteren Spielfiguren auszuwählen. Die restlichen werdenvon der KI, die nicht besonders stark ausgeprägt zu seinscheint, gesteuert.
Das Spiel selber ist sehr linear aufgebaut und wirklichviel Bewegungsfreiheit wird dem Spieler auch nicht geboten. Inrecht kleinen Sektoren müssen alle Gegner ausgeschaltet werden,bevor etwa ein Kamerad einen Stacheldrahtverhau öffnet undman ein Stückchen weiter kann. Leider ist es auch um dieKI der Gegner nicht bestens bestellt und so werden sie, wenn dasVerhalten einmal durchschaut ist, sehr schnell zum bereitwilligenKanonenfutter.
Für tolle Atmosphäre sorgen hingegen diegut und zahlreich eingesetzten gescripteten Ereignisse. Grafischist man im ersten Moment hellauf begeistert, denn diese Prachtwar bisher nur ganz selten auf einer PS 2 zu sehen. Nur wenn sichdas ganze zu bewegen beginnt und recht viel auf dem Schirm losist, folgt die große Ernüchterung. Hier zeigt sichdeutlich das die technischen Grenzen zu stark ausgereizt wurdenund es daher zu sehr starken Rucklern kommt, die einem schon daseine oder andere Bildschirmleben kosten können.
Anzumerken wäre noch, dass sich die Entwicklerbeim designen der Uniformen stark am 2. Weltkrieg orientiert haben,so sehen die Helghast den damaligen deutschen Truppen sehr ähnlich,während die andere Seite unverkennbare Züge der Alliiertenträgt.
Beim Sound gibt es nichts zu beanstanden. Im Gegenteil,er weiß zu begeistern, wenn vereinzelte Schüsse übereinen hinwegzischen, mit lautem Donnern Granaten detonieren undhektisch Befehle gebrüllt werden. Ein Mutliplayer-Modus wurdedem Spiel ebenfalls spendiert, der allerdings ebenfalls an denselben technischen Schwächen wie der Einzelspielerteil krankt.
Fazit: Helghast hätte das PotentialHalo 2 zu fordern, allerdings sind zu viele Schwächen imSpiel, um im Endeffekt auch nur annähernd die gleiche Qualitätzu erreichen. Soundtechnisch ist Killzone einfach ein Hit. GrafischePerformanceprobleme, spielerische Mängel und eine schwacheKI verhindern, dass es zum Toptitel für die PS2 fürdieses Jahr wird.
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