22.09.2021 06:20 |

Widerrechtliche Aktion

Parolen von Impfgegnern auch vor Schulen per Flyer

Impfgegner sind jetzt auch vor Schulen mit Flyern unterwegs. Die Bildungsdirektion sagt, ihnen seien die Hände gebunden, das Ministerium erklärt die Aktion für widerrechtlich. Der Direktor der Mittelschule Jedlesee duldet das nicht und vertreibt die „Querulanten“ persönlich.

Nicht nur auf Internetplattformen machen sich Impfgegner breit, neuerdings verkünden sie auch vor Schulen ihre Parolen. Mit Aufschriften, wie „Vorrang für das Wohl des Kindes“ wird geworben. Als Herausgeber wird die „Plattform Respekt“ angegeben.

Die Bildungsdirektion kann aber nicht unmittelbar eingreifen, weil das vor den Schulen passiert. Sie wollen die Situation stattdessen „pädagogisch auffangen“, sprich im Unterricht Aufklärung leisten.

Das Bildungsministerium wiederum sagt , dass diese Aktion klar widerrechtlich ist, da im schulischen Umfeld keine Art der Werbung erlaubt ist, schon gar nicht wenn sie direkt auf Schüler abzielt. Bei solch einem Vorfall soll die betroffene Schule behördliche Schritte einleiten.

Die Mittelschule Jedlesee in Floridsdorf ist zwar bislang von derartigen Aktionen verschont geblieben, aber für Direktor Christian Klar gibt es nur einen Weg, er würde die Personen unverzüglich persönlich vertreiben. Im Ernstfall würde er die Polizei einschalten.

Zitat Icon

Vor meiner Schule darf niemand Werbeflyer verteilen, egal zu welchem Thema.

Christian Klar, Dipl.Päd.

Katharina Mötzl
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 Wien Krone
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