LH zur Spitalsreform

“Überversorgung macht auch nicht gesünder”

Oberösterreich
14.03.2011 16:20
Wohin geht's bei der oberösterreichischen Spitalsreform, die Experten derzeit geheim aushecken? Details gibt's noch nicht, aber ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer hat klargemacht, dass es Einschnitte in die seiner Meinung nach bestehende Überversorgung geben müsse. Diese mache die Oberösterreicher im Vergleich auch nicht gesünder, so Pühringer.

Pühringer ortet in Oberösterreich "eine Überversorgung bei Betten, Abteilungen und Großgeräten" – und will sich von Einschnitten und Umverteilungen hier auch nicht durch das Vorbringen medizinischer Bedenken abbringen lassen: "Gemessen an der Lebenserwartung sind die Oberösterreicher im Vergleich zu uns ähnlichen Staaten nicht gesünder. Das kann man also nicht als Argument für die Beibehaltung der Überversorgung nehmen", so Pühringer zur "OÖ-Krone".

Längere Wege
In Zukunft werde nicht mehr jede medizinische Leistung überall angeboten werden können, macht Pühringer klar: "Es geht darum zu gewährleisten, dass jemand in zumutbarer Entfernung den Zugang zu medizinischen Leistungen bekommt", bringt Pühringer ein neues Kriterium in die Spitalsreform-Debatte ein.

Wenn derzeit manches an der Spitalsreform auf Beobachter "planlos" wirke, so täusche dieser Eindruck: "Am Ende des Tages werden wir ein in sich geschlossenes, flächendeckendes System der medizinischen Versorgung für Oberösterreich gewährleisten können", so Pühringers Ziel als Gesundheitrsreferent des Landes.

Kronen Zeitung

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