Stadtchef Klaus Luger

Personalmangel spitzt sich bis 2026 weiter zu

Unternehmen fehlt an allen Ecken und Enden Personal. Stadtchef Luger rechnet mit einer weiteren Verschärfung, da die zahlenmäßige Schere zwischen Berufseinsteigern und jenen, die in Pension gehen, immer größer wird. Seine Lösungsvorschläge sind aber umstritten.

Um 53 Prozent auf über 3600 Personen wird laut dem Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger bis 2026 in der Landeshauptstadt die Schere zwischen jenen, die ins erwerbsfähige Alter kommen und jenen, die vor dem Ruhestand stehen, auseinandergehen. Dazu kommt eine negative Entwicklung der Lehrlingszahlen. „Der Personalmangel wird sich weiter verschärfen“, so der Bürgermeister. Eine Anhebung des Pensionsalters komme nicht in Frage. Vielmehr müsse auf Digitalisierung und Nutzung neuer Technologien gesetzt werden.

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Durch die Bevölkerungsstruktur von Linz wird die demografische Entwicklung den Mangel an Arbeitskräften weiter verschärfen. Bis 2026 erreichen 12.400 Menschen das Pensionsalter, lediglich 8800 Personen kommen ins erwerbsfähige Alter.

Klaus Luger, Linzer SPÖ-Stadtparteichef und Bürgermeister

Diskussion um Integrationspolitik
Auch in der Integrationspolitik seien neue Wege notwendig, etwa durch Änderungen an der Rot-Weiß-Rot-Karte, die Nicht-Österreichern den Zugang zum Arbeitsmarkt oder einer Ausbildung ermöglicht. „Dass ein gesichertes Einkommen in Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes, das sind rund 1000 Euro, nachgewiesen werden muss, ist für Lehrlinge oder Teilzeitbeschäftigte, die sich fortbilden, oftmals ein K.O.-Kriterium“, so Luger.

VP-Stadtvize Bernhard Baier ist skeptisch: „Die Voraussetzungen für die Rot-Weiß-Rot-Karte zu ändern, um dadurch eine stärkere Arbeitsmigration zu ermöglichen, löst nicht die aktuellen Probleme. Uns muss es gelingen mehr Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Montag, 27. September 2021
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